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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Gottesfrieden in d. üiöeescLüttich. Heinr. IV. Söhne u. 2. Gemahlin. 107

mung des Adels einen Gottesfrieden einzuführen, demge-raäss Freitags, Samstags und Sonntags in jeder Woche, dieWeihnachtszeit vom ersten Sonntag im Advent und endlichvom Sonntag Septuagesimä bis acht Tage nach Pfingstendie Waffen ruhen sollten. Diese Beschränkung der Fehdenfand auch in anderen Diöcesen statt, so in Köln 1083 durchden Erzbischof Siegwin. Im folgenden Jalire bestätigte derKaiser, denn Heinrich IV. war am Ostertage den 31. Märzvon dem Gegenpapste Clemens III. in Rom zum Kaiser ge-krönt worden, die Einrichtung.

Am 30. Mai 1087 liess der Kaiser seinen Sohn Konradvom Erzbischofe Siegwin von Köln in Achen zum Königesalben. Bertha, Konrads Mutter, starb kurz nachher. Sie,die der Gemahl anfangs verschmähte, wurde ihm in denTagen des Unglücks, wo Alle ihn verliessen, die treueste Ge-fährtin, deren Tugend er anerkannte und deren Verlust ertief betrauerte, um somehr, als eine zweite Ehe mit einerrassischen Fürstin Eupraxia (Adelheid), die er im Sommer1089 durch den Erzbischof Hartwig von Magdeburg zu Kölnals Kaiserin krönen liess, eine sehr unglückliche war. Umdiese Zeit übertrug der Kaiser das Herzogthum Niederloth-ringen dem durch den ersten Kreuzzug zu unsterblichemRuhme gelangten Gottfried von Bouillon, der durch seineMutter Ida ein Enkel des älteren Gottfried von Niederloth-ringen war. Gottfried von Lothrigen hatte besondere Be-ziehungen zu Achen, denn er war Obervogt des dortigenStiftes S. Adalbert, wie aus der 41. Urkunde in dem Werkevon Ritz »zur Geschichte des Niederrheins und der Nieder-maas« hervorgeht. »Leute des h. Adalbert von Achen« hattendem Kloster Stablo und Malmedy zugehöriges Grundeigen-tum zu Fraipont (zwischen Spa und Lüttich) sich wider-rechtlich angeeignet. Da Besprechungen keine Entschei-dung herbeiführten, beschloss man die Sache durch Got-tesurtheil oder gerichtlichen Zweikampf, dem Gottfried1095 beiwohnte, zu erledigen. Der Ausgang war zu GunstenStablos.

Heinrich IV. schenkt am 10. Februar zu seinem undseiner Eltern Seelenheil und zum Gebrauche seines Kapel-lanes Gottschalk, des (siebenten) Probstes der Marienkirche