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Heinrichs II. Tod.
Kirclic mit vollständiger Immunität aus, verleiht ihr allenBesitz diesseit des Moorgrundes, welcher Bruel genannt wird,gewährt der Kirche mit Zustimmung Balderichs, Bischofsvon Lüttich, Pfarrrechte und Zehnten und gibt derselbenfür eine ihr zugehörende Wiese, welche Otto III. der Burt-scheider Kirche geschenkt hatte, seinen Acker in Mormlesund Crenval (Moumal und Grenville) mit dem Zehnten undsetzt den Prälaten zum Richter und Vogt der Besitzungenund der darauf Wohnenden als seinen Stellvertreter ein.
Die lange Reihe der Schenkungen der deutschen Regentenaus dem sächsischen Hause an das Marienstift schloss Hein-rich II., indem er am 24. Juli 1020 zu Achen demselbenden Hof Muffendorf im Bonnergau und in der Grafschaftdes Pfalzgrafen Ezzo von Achen für die Seelenruhe seinerEltern, seiner Vorgänger, der Könige und Kaiser, besondersOttos IH., die seinige und die seiner Gemahlin Kunigundeverlieh. Muffendorf gehörte zu denjenigen Villen, welche demMarienstifte wiederholt verliehen und wieder entzogen wor-den waren. Der Umstand, dass dasselbe Reichsgut oderdessen Zehnte oder None von demselben Herrscher einerKirche zwei- oder mehrmals geschenkt oder bestätigt wird,oder von einem Nachfolger an eine andere Kirche vergabtwird, beweist, dass solche Schenkungen nicht immer unwi-derruflich und oft nur auf Zeit statt fanden.
Heinrich II., der letzte deutsche Herrscher des sächsi-schen Hauses, starb im zweiundfünfzigsten Lebensjahre am3. Juli 1024 auf seiner Pfalz Grona bei Goettingen. Im Mit-telalter hochverehrt, wurde er in den letzten Jahrhundertenmi t. Ungunst behandelt, bis in unseren Tagen W. Giesebrecht r )ihm das verdiente Ehrendenkmal aufstellte. Er wurde indem von ihm erbauten Dome zu Bamberg begraben, woneun Jahre später seine Gemahlin Kunigunde beigesetztwurde. Beider Grabmäler wurden 1081 mit dem ersten Domdurch eine Feuersbrunst zerstört. In dem neuen herrlichenDom entstand im Anfange des sechszehnten Jahrhunderts
*) In seiner Geschichte der deutschen Kaiserzeit, Bd. II. 2. Aufl.1860.