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Ottos III. Gral).
clem Kloster der h. Afra beigesetzt wurden. Der Herzoghatte mit der Kaiserreiche auch den kaiserlichen Schmuckan sich genommen, mit Ausnahme der Reichslange, welcheErzbischof Heribert heimlich vorausgeschickt hatte. Diesenhielt Heinrich so lange gefangen, bis er seinen Bruder alsGeissei zurückliess. Die heilige Lanze wurde an Heinrichausgeliefert. In Köln wurde der Leichnam vom ErzbischofHeribert empfangen, in der Charwoche Montag im Klosterzum h. Severin, Dienstag in der Pantaleon-, Mittwoch in derGereonkirche und den folgenden Tag in der von S. Peterausgestellt und in dieser ein feierlicher Trauerdienst amGrünendonnerstag abgehalten. Darauf wurde sie Charsamstagnach Achen geführt und hier am Sonntage den 5. April inder Marienkirche mitten im (alten) Chore begraben.
Das Grab Ottos III. war also mit dem Anfange des elf-ten Jahrhunderts mitten in dem alten karolingisclien Chor.Ueber demselben stand in späterer Zeit der Schrein mit denGebeinen Karls des Grossen. Dieser Schrein wurde natürlich- erst nach der Beatification Karls, also nach 1166, aufgestelltund befand sich, wenn der Wortlaut einer Urkunde vomJahre 13-31 bei Quix, die Münsterkirche S. 124, richtig i ist,vor dem Marienaltare des alten Chores. Indem Beeck inseinem Aquisgranum S. 22 dieses bestätigt, fügt er hinzu,Ottos Vormund, der Bischof Notker von Liittich, habe 28Canonici an der Pfalzkapelle eingesetzt.
Dieselbe Stellung erhielten die Gebeine Karls des Grossenund das Grab Ottos III. in dem neuen gotliischen Chor,dessen Bauperiode in das Ende des 14. und in den Anfangdes 15. Jahrhunderts fällt. Das Grab wurde in den neuenChor hinein verlegt. Dasselbe liegt vier Fuss choreinwärtsvon den drei Stufen, welche zum Hauptaltare führen, undhat nach neueren Untersuchungen eine Tiefe von acht Fuss;es umschliesst einen acht Fuss langen Sarkophag von grauemMarmor, welcher die Gebeine enthielt, die während derFremdherrschaft im Januar 1804 der französische PräfektMechin nach Paris geschickt haben soll. Ein vier Fuss hohesDenkmal von schwarzblauem Marmor bedeckte das Grab.Ueber demselben hängt vom Gewölbe des Chors ein colos-sales Muttergottes-MedaiLlon. Die Hauptzierde war aber das