Achen unter Kaiser Heinrich II.
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vom Kurfürsten Friedrich von Sachsen 1513 errichtete Kunst-werk, welches Noppius in seiner Achener Chronik S. 20beschreibt, »ein wunderschön aus Kupfer gegossenes Kunst-stück, in dessen Mitten die Historia von den H. drei Königen.Und aber oben auff hats einen Kupfferen Keyser Carll, undrings umbher zwölf Leuchteren mit zwey versätz. Ist der-massen ein subtilich werk, dass, wann es gereinigt wird,anders nicht als durch Goldschmids-Arbeit auss und widerin einander gesetzet werden kann.« Das Denkmal wurde1803 zerstört, J ) während der Sarkophag blieb. Seit demJahre 1834 deckt ein Denkstein das Grab mit folgenderInschrift:
Ottoni III.
Quod atavorum pietas alto aere monimentumerexit, funesta dies fractum evertit. Ars luget,dum humile saxum amoti locum obtinet.
Achen unter Kaiser Heinrich II. 1002—1024.
Kaiser Otto III. soll sterbend dem Erzbischofe Heribertdie Reichsinsignien übergeben haben, damit dieser dieselbenseinem Schwager, der seinen Sitz auf der Tomburg beiEuskirchen hatte und den er zum Nachfolger wünschte,überbringe. Der Pfalzgraf trat aber nicht als Bewerber umdie Krone auf, sondern der Herzog Heinrich von Baiern,Enkel des Sohnes König Heinrichs I. gleichen Namens. Wil-ligis, Erzbischof von Mainz und Erzkanzler des Reichesentschied sich für ihn und salbte und krönte ihn am 6. Juni1002 zu Mainz. Willigis von Mainz, Bernward von Hildes-heim und die anderen Reichsfürsten übertrugen Heinrich dasReichsregiment und die königliche Gewalt mittels der heiligenReichslanze, welche auch bei der Huldigung von Seiten derSachsen eine Rolle spielte. Heinrichs Gemahlin Kunigundeaus dem Hause Luxemburg wurde am 10. August von Wil-ligis zu Paderborn gekrönt. Am 8. September, am TageMariä Geburt, huldigten die Grossen Lothringens Heinrichzu Achen, wo er nach Thietmar feierlich auf den KönigsstuhlKarls des Grossen erhoben wurde. Nicht Alle sahen es mit
') Man vergl, Franz Bock, Karls d. Gr. Pfalzkapelle etc. II. S. 132.