78 Otto III. begünstigt Achen.
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ursprünglich Brun genannt, ein Sohn des Herzogs Otto vonKärnthen uncl ein naher Verwandter des kaiserlichen Hauses,auf den Stuhl Petri erhoben worden. Brun war in der könig-lichen Kanzlei, wo der Erzbischof Willigis als Erzkanzlerseine grossen Fähigkeiten erkannt hatte, unterrichtet und am3. Mai 996 unter dem Namen Gregor V. als der erste deutschePapst auf den römischen Stuhl gesetzt worden.. Als erden 18. Februar 999 noch nicht 27 Jahre alt gestorbenwar, folgte ihm Silvester II., der erste Papst französischerNation.
Als Kaiser weilte Otto III. am 8. Febr. 997 in Achen, wo erdem Kloster des h. Ambrosius in Mailand eine Schenkung be-stätigt, und am 9. April, wo er auf Bitten des Papstes dem vonBischof Notker erbauten S. Johanniskloster in Lüttich ver-schiedene Eigenleute schenkte. Von Achen aus erliess er- imOctober desselben Jahres drei Urkunden; in der zweitenvom 14. October schenkte er dem Kloster Epternach einenHof zu Guddjnga bei Achen und bestätigte ihm noch einigeandere Besitzungen.
Aus verschiedenen Urkunden dieses Jahres wird es ganzbesonders ersichtlich, welche Gunst der jugendliche Kaiserdem Lieblingsaufenthalte Karls des Grossen zuwandte, dener nach den Quedlinburger Jahrbüchern zum Jahre 1000allen Städten nach ßom vorzuziehen beabsichtigte. Durchseine Yermittelung hatte Papst Gregor V. am 8. Februar997 bestimmt, dass zur Verherrlichung des Gottesdienstes inder Pfalzkapelle von den Kanonichen sieben Kardinalpriesterund sieben Eardinaldiaconen sein und erstere ausschliesslichdie Bedienung des Marienaltares haben sollten. Ausser densieben Kardinalpriestern sollen nur der Erzbischof von Kölnals Metropolit und der Bischof von Lüttich als Diöcesanbi-schof das Recht haben, an dem Marienaltare Messe zu lesen.Jedes Jahr soll von Seiten des Stiftes der römischen Kirchezu gelegener Zeit ein Pfund reinen Goldes gezahlt werden.Die Verleihung der Würde von Kardinalpriestern und Kar-dinaldiaconen, welche nur bei wenigen Kathedralkirchen vor-kommt, sowie die wiederholten Schenkungen an die Marien-kirche und die künstlerische Ausstattung dieser stehen inengem Zusammenhange mit der Stellung, welche der Kaiser
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