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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Verheerungen der Normannen.

heit gebracht werden konnten, denn deshalb schenkt derKaiser Karl der Dicke im Jahre 882 auf Bitten des AbtesAnton von Stablo und des Erzbischofs Liutbert von Mainzden Mönchen von Stablo das kleine Reichsgut Blandoniummit Kapelle u. s. w. im Liittichgau.

Auf die Nachricht aber von den Gräueln, welche dieBarbaren am Rhein verübten, begab Ludwig der Jüngeresich nach Frankfurt, wo er sich den 22. September 881aufhielt und den 20. Januar 882 ohne Hinterlassung ehelicherSöhne starb. Er wurde zu Lorsch neben seinem Vater be-graben. Ein auf seinen Befehl gesammeltes Heer lief nachseinem Tode auseinander. So trostlos war die Lage Deutsch-lands unter den Urenkeln des gewaltigen Karl!

Achen unter Kaiser Karl dem Diclcen.

Karl der Dicke, welcher am Anfange des Jahres 881vom Papste Johann VIII. in Rom zum Kaiser gekrönt wor-den war, nannte sich nun Herrscher über Deutschland, mitAusnahme desjenigen Theiles, welchen Ludwig dem Arnulf,seines älteren Bruders Karlmanns Sohn, zuerkannt hatte. DieNormannen, welche in Ahslon an der Maas überwintert hatten,erneuerten im Jahre 882 ihre Plünderungszüge über die Ge-biete von Trier, Coblenz und Metz, zogen sich aber auf dieKunde von Karls des Dicken Annäherung aus Italien in ihrbefestigtes Lager an der Maas zurück. Das aus verschie-denen Theilen Deutschlands zusammengesetzte stattliche Heerbelagerte Ahslon unter dem Kaiser selber. Dieser gewährteden Räubern einen günstigen Frieden! Der eine Führer der-selben, Gottfrid, Hess sich taufen und wurde des KaisersVasall; der andere, Siegfrid, gelobte, während Karls Leb-zeiten Deutschland nicht ferner zu betreten, erhielt dafürgegen dritthalbtausend Pfund Gold oder Silber, das die be-nachbarten Kirchen hergeben mussten, zog ab und brand-schatzte darauf Frankreich. Wie entsetzlich das normanni-sche Räubervolk damals in Frankreich wüthete, erzählen dieJahrbücher der Zeit, besonders die von S. Vaast, welchezum Jahre 884 berichten: »Alle Strassen lagen voll Leichenvon Edeln wie von Gemeinen, gi-enzenlos war der Jammer,