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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Karl d. K. in Achen. Sein Sohn Ludw. d. Stamml. u.Ludw. d. J. in Fouron. 49

Vorhaben abzustehen, schickte er den Presbyter Hartwigauf kürzerem Wege an Ludwig, der mit seinem Herrn beimKastell Andernach stand, um diesen von dem beabsichtigtenUeberfalle zu benachrichtigen. So konnten die Deutschen diedurch einen starken Nachtmarsch ermüdeten Franzosen ruhigerwarten. Den 8. Oktober fand bei Andernach die Schlachtstatt. Die Franzosen wurden vollständig besiegt, viele ihrerGrossen gefangen und reiche Schätze eine Beute der Sieger.Karls Flucht war so eilig, dass er am Abende des folgendenTages schon in Liittich ankam. Sein Heer, das fünfzigtau-send Streiter gezählt haben soll, war vollständig zersprengt.Auf diesem Zuge nach dem Rheine hatte er sich in Achenaufgehalten und diesen Aufenthalt, der in den Septemberund in die ersten Tage des Oktober fiel, dazu benutzt, umvon dem Frauenstifte und dem- nahe gelegenen Stifte IndaReliquien zu erhalten, mit welchen er das von ihm nebenseinem Palaste zu Compiegne gegründete Marienstift aus-stattete.

Nach seinem Siege bei Andernach begab sich Ludwignach Achen, wo er den diesseitigen Reichstheil ordnete.Weihnachten 877 feierte er in Achen, wo er sich auch imOktober 878 aufhielt, um sich von da nach Fouron, einemin der heutigen belgischen Provinz Lüttich zwischen Achenund Mastricht gelegenen Königshofe v ), zu der mit seinemköniglichen Vetter Ludwig dem Stammler von Frankreich

*) Es giebt drei Fouron, in der belgischen Provinz Lüttich,welche ziemlich nahe nebeneinander liegen: Fouron le Comte, FouronS. Martin und Fouron S. Pierre. Ueber Fouron le Comte gibt Oberst-lieutenant von Cohausen in den Jahrbüchern des Vereins von Alter-thumsfreunden im Rheinlande XLIII, 1867. S. 22. folgende Notiz:»Im Jahre 1841 hat man hier grosse römische Gebäude ausgegrabenund Münzen gefunden und aus den Tuffsteinen und römischen Ziegelndie Kapelle Sant-Rickes gebaut und mit römischen Dachziegeln gedeckt.Henri del Yaux, der die Ausgrabungen leitete, beschreibt sie in seinemDiction. geogr. de la Province de Lit^ge und bringt zugleich den Be-weis, dass im neunten Jahrhundert hier auf der römischen Grundlageder Königshof Furonis lag, dass hier fränkische Grosse gehaust, welchedie römische Villa erst zerstört, dann wieder aufgebaut, und als dieNormannen kamen, sich in einen festen Zufluchtsort am Snauwerberg(nördlich von Fouron le Comte) zurückgezogen.«

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