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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Karl der Kahle von Frankreich in Lothringen.

Nach Hincmar brachte er auch Weihnachten in diesem Jahreiu Achen zu. Das Jahr 874 war ein Nothjahr, ein Drittelder Bewohner Galliens und Germaniens erlag den Seuchen.Die Königin Emma, Ludwigs des Deutschen Gemahlin, verlordurch einen Schlaganfall die Sprache.

Kaiser Ludwig II. war am 12. August 875 zu Bresciagestorben und Karl der Kahle von Frankreich, vom PapsteJohann VIII. begünstigt, zum Kaiser gekrönt worden. Lud-wig der Deutsche starb am 28. August 876 in seiner Pfalzzu Frankfurt und wurde von seinem Sohne Ludwig demJüngern, welchem von den drei Brüdern Lothringen mitAchen als Erbtheil zufiel, in Lorsch begraben.

Aclien unter Ludwig dem Jüngern von 876—882.

Der nunmehrige Kaiser Karl der Kahle hatte noch beiLebzeiten seines Bruders Ludwig geprahlt, er würde von allenSeiten so viel Kriegsvolk gegen Deutschland zusammenziehen,dass seine Rosse den Bhein austrinken und er ihn trockenenFusses überschreiten würde, um Deutschland zu verwüsten;als aber Ludwig rüstete, hatte er Gesandte an ihn geschicktund um Frieden gebeten. Nachdem nun sein Halbbrudergestorben war, rückte er mit einem Heere iu Lothringenein, nicht blos in der Absicht, denjenigen Theil des ReichesLothars, welcher Ludwig in der Mersener Theilung zuge-fallen war, sondern das ganze Gebiet westlich vom Rhein,auch Mainz, Worms und Speier, mit seinem Reiche zu ver-einigen. Er zog über Achen nach Köln, wo er Halt machteund die Vasallen Ludwigs des Jüngern theils durch Ver-sprechungen, theils durch Drohungen von ihrer Pflicht abzu-ziehen suchte. Ludwig der Jüngere bot wiederholt Friedenan. »Karl aber,« so sagen die Jahrbücher von Fulda, »denFrieden heuchelnd und den Trug im Herzen sinnend,« ver-sprach, er würde zum allgemeinen Besten für den Friedensein und Gesandte an Ludwig schicken. Iu derselben Nachtjedoch begab er sich mit seinem Heere auf den Marsch, umseinen Neffen zu überraschen, zu fangen, zu blenden undsich dessen Reiches zu bemächtigen. Als der Bischof Willi-bert von Köln Karl vergebens beschworen hatte, von seinem