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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle.

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zuführen, die er mit sich nach der Achener Pfalz nahm, woer Weihnachten feierte, und im Anfange des nächsten Jahreszur Gemahlin erhob.

In der Hoffnung im Besitze zweier Reiche zu bleiben,Hess Karl sich Kaiser und Augustus nennen und beraubtediejenigen Lothringer, welche sich weigerten, zu ihm zukommen, um ihm zu huldigen, ihrer Lehen und Privatgüter.

Unterdessen lag der Halbbruder Ludwig IL so krankin Regensburg darnieder, dass die Aerzte an seinem Aufkom-men verzweifelten; er genas aber wieder und erschien imfolgenden Jahre 870 den 2. Februar, Maria Reinigung, inFrankfurt, wo ihn viele der Grossen aus dem Reiche Lotharserwarteten, denen er das ihnen von Karl abgenommeneLehen zurückgab. Andere, welche früher sich für Karl er-klärt hatten, verliessen diesen und wandten sich Ludwig demDeutschen zu, welcher den Erzbischof von Mainz, Liutbert(868—890), mit einigen Suffraganen nach Köln sandte, umdort den Presbyter Willibert zum Bischof zu ordiniren. DemBruder aber liess er melden, er würde ihn alsbald mit Kriegüberziehen, wenn derselbe nicht baldigst Achen und Lothrin-gen verlasse. Es begannen nun durch beiderseitige Bevollmäch-tigte Unterhandlungen zu Achen, welche auf uns gekommensind. Vorläufig kam es am 6. März 870 zu einem Vertrage,welcher bestimmte, dass Lothringen zwischen den beidenBrüdern zu gleichen Theilen getheilt werden sollte. Karl ver-liess nun Achen, kehrte in sein Reich zurück und hielt inAttigny eine Reichsversammlung, auf welcher zwölf GrafenLudwigs erschienen und man endlich überein kam, dass KönigLudwig nach Mersen an der Maas, König Karl nach Heristallkommen sollte, um in der Mitte beider Orte die Theilungvorzunehmen. Jeder der beiden Fürsten durfte nur vier Bi-schöfe, zehn Räthe und dreissig Ministerialen oder Vasallenmitbringen. Als nun Ludwig auf seiner Reise dahin nachFlamersheim (jetzt im Kreise Rheinbach, RegierungsbezirkKöln), einem Königshofe im Ripuariergau gelangte und dorteinkehrte, stürzte der Saal des Hauses wegen der Mengedes den König umgebenden Gefolges, da die ihn tragendenBalken durch Alter morsch geworden waren, plötzlich zu-sammen. Obgleich der König schwer verwundet wurde und