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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Seine Wiedereinsetzung. Karl erhält Neustrien.

Karl aus Prüm und seine Gemahlin Judith aus Italien sichbei ihm einfanden. Später unterwarf sich Lothar und wurdevom Vater zu Gnaden aufgenommen. »In dieser Zeit derWirren war das Kirchenwesen zerfallen, Räuber und Diebetrieben allenthalben ihr Unwesen.«

In den Jahren 834 und 835 brachte Ludwig den Winterin der Achener Pfalz zu. In Erwägung, dass die Kräfte ihresGemahls immer mehr abnahmen, suchte die Kaiserin Judithzu ihrer und ihres Sohnes Karl Sicherheit Lothar zu gewin-nen. In dieser Absicht geschah auch die Wiederversöhnungmit Wala, der aber schon im Jahre 836 an einem hitzigenFieber starb. Der Kaiser Ludwig hielt sich den Winter inAchen auf, wo auf einer grossen Versammlung der Bischöfeam 6. Februar 837 gegen die Eingriffe Pippins in das Eigen-thum der Kirche Massregeln getroffen wurden. Seit Martin

837 bis zu den Herbstjagden im Ardennenwalde des Jahres

838 finden wir den Kaiser in der Achener Pfalz. Um Osternwurde ein Komet beobachtet, dessen Stellung und Lauf dasLeben Ludwigs näher angibt. Der Verfasser desselben hatvon dem Umstände, dass der Kaiser »welcher sich viel mitdiesen Dingen beschäftigte,« ihn aufforderte, von einem Hausein der Nähe die Himmelserscheinung zu untersuchen undihm zu sagen, was er davon denke, den Namen des Astrono-men erhalten. Ludwig deutete die Erscheinung auf Verän-derungen im Reich und auf seinen nahen Tod. Den ganzenSommer blieb er in Achen.

Auf Bitten der Kaiserin und der kaiserlichen Diener undzum grossen Verdruss der älteren Söhne gab er zu Kiersyseinem jüngsten Sohne Karl, nachdem er ihn im Septemberdaselbst wehrhaft gemacht und gekrönt hatte, einen Theildes Reichs, nämlich Neustrien, und liess ihm von den an-wesenden Grafen Neustriens (Frankreichs) huldigen. Daraufkehrte er nach Achen zurück, wo er den Winter zubrachte.

Nach dem Tode Pippins von Aquitanien 838, auf dessenbeide Söhne, Karl und Pippin, der Grossvater in Bezug aufdie Erbfolge keine Rücksicht nahm, knüpfte die KaiserinJudith zu Gunsten ihres Sohnes Karl die vorerwähnten Un-terhandlungen mit Lothar wieder an, dem von Seiten desVaters vollständige Verzeihung und die östliche Hälfte des