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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Ludwig in Reims, Lothar in Achen gekrönt.

und Benedict von Aniane zu seinem Rathgeber und in dieNähe der Pfalz berief. Auch die Schwestern Walas, Theo-drade und Gundrade, welche im Palaste lebten und vonAlcuin unterrichtet worden waren, wurden aus dem Palastentfernt. Dem Aquitanier Benedict schenkte Ludwig, um ihnstets zur Seite zu haben, in der Nähe der Achener Pfalzeine Landstrecke am Indebach zur Erbauung des Klosters,welches später unter dem Namen Cornelimiinster eine be-deutende Bolle spielte.

Nachdem im Jahre 816 durch Papst Stephan V., denNachfolger Leos III., in Reims eine zweite Kaiser-Krönungan Ludwig vorgenommen worden war, durch Aufsetzung desDiadems, wie Einhard, durch Salbung und Krönung, AvieErmold sagt, berief der Kaiser im folgenden Jahre eine Ver-sammlung der Grossen nach Achen und nahm seinen ältestenSohn Lothar zum Mitkaiser an, und machte die beiden übri-gen Söhne zu Königen, den Pippin von Aquitanien, denLudwig von Baiern.

Was Karl der Grosse bei seiner Reichstheilung im Jahre806 in der Fülle seiner Kraft und auf der Höhe seiner Machtnicht versucht hatte, nämlich ein Erstgeburtsreclit einzufüh-ren, das unternahm sein Sohn durch diesen Akt.

Welche Fülle von Unglück brachte diese Idee einesErstgeburtsrechtes über den Kaiser selber, seine Söhne undseine Völker, bis die Schlacht von Fontanet das auf dieselbeberechnete Gebäude zertrümmerte und die germanischen undromanischen Reichstheile für immer trennte.

Das erste Opfer der Erstgeburtsrecht-Idee war des 810verstorbenen Pippins Sohn, König Bernhard von Italien,welcher in der neuen Staatseinrichtung sein Königreich ge-fährdet sah, das ihm der Grossvater Karl unter der Autoritätdes Oheims Ludwig übertragen hatte, und iibelberathen sichunabhängig zu machen suchte. Von seinen Anhängern ver-lassen, ergab er sich zu Chalons an der Saone dem Kaiserund wurde im folgenden Jahre von der Reichsversammlungzu Achen zum Tode verurtheilt, vom Kaiser aber zur Blen-dung begnadigt, welche in einer Weise ausgeführt wurde,dass der König starb.