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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Ludwigs Unfall in Achen. Judith. Tod Benedicts. 29

Diesen politischen Ereignissen ging im Jahre 817 einUnfall vorher, welcher dem Kaiser in seiner Pfalz Achenleicht das Leben kosten konnte. Der zwischen der Pfalzund der Kapelle errichtete Säulengang, welcher in der letz-ten Lebenszeit Karls des Grossen am Christi Himmelfahrts-tage bis auf den Grund zusammengestürzt war, brach amGrünendonnerstage, als Ludwig nach beendigtem Gottes-dienste in Begleitung eines zahlreichen Gefolges zur Pfalzzurückkehren wollte, wieder zusammen. Der Kaiser wurdean verschiedenen Theilen seines Körpers, zum Glück nurleicht, verwundet.

Das Jahr 819 war für Achen bedeutsam, theils durcheine nach Weihnachten daselbst abgehaltene Versammlung,in welcher vieles über den Zustand der Kirche und Klösterverhandelt und festgesetzt wurde, auch die Gesetze einigeneue sehr nothwendige Zusätze erhielten, theils durch dieBrautschau, welche Ludwig, dessen Gattin Irmingard, Toch-ter des Herzogs Ingoram, eines Bruderssohnes des heiligenChrodegang, Bischofs von Metz (5. Nonas) 3. Okt. 818 zuAngers gestorben war, über die Töchter der Grossen seinesReiches hielt. Er nahm Judith, die Tochter des bairischenGrafen Weif zu seiner zweiten Gemahlin.

Am 8. Oktober 821 verlieh der Kaiser der Abtei Indavon Achen aus Freiheit von allen Zoll- und ähnlichen Ge-fällen im ganzen Reiche Er hatte nach der gewohntenHerbstjagd in Achen überwintert und im Februar daselbsteinen Reichstag abgehalten, auf welchem ein Kriegszug ge-gen Liudewitt, den abgefallenen Statthalter von Nieder-pannonien, beschlossen wurde. Auch den Sommer hindurchwar er in der Achener Pfalz und hielt darauf Mitte Oktoberzu Diedenhofen einen zahlreich besuchten Reichstag, aufwelchem der Sohn Lothar die Irmingard, des Grafen Hugovon Tours Tochter, heirathet. Benedict war in Achen er-krankt und vier Tage darauf, am 11. Februar 821, in seinemKloster Inda gestorben. Nach seinem Tode kehrten die vonihm gestürzten Rathgeber des Kaisers in ihre früheren Stel-lungen zurück. Diejenigen, welche an der Erhebung desNeffen Antheil genommen hatten, wurden aus der Verban-nung zurückgerufen und erhielten ihre Güter wieder. Der