Karls Sorge für diu Gewerbe.
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Umgebung derselben, aus welchen ansehnliche Dorfschaftensich mit der Zeit bildeten — dies anzunehmen liegt sehrnahe. Das in Achen im Jahre 812 in siebzig Abschnittenerlassene Wirthschaftskapitular zeigt uns die Höhe der Kulturseiner Zeit. Das siebzigste Kapitel, welches die verschiedenenNutzpflanzen, Bäume u. s. w. aufzählt, ist für uns dadurchso e interessant, weil fast alle in demselben aufgeführtenPflanzen und Bäume in dem Achener Thale heute einheimischsind. Wie viele davon wird Achen dem grossen Manne ver-danken! Handel und Gewerbe werden zu seiner Zeit in Achenund auf den benachbarten Villen in Schwung gewesen sein.In [dem genannten Wirthschaftskapitular schreibt der Kaiservor, dass jeder Verwalter in seinem Bezirke gute Handwerkerhabe: »Eisenschmiede, Gold- und Silberarbeiter, Schuster,Drechsler, Wagner, Zimmerleute, Schildmacher, Fischer, Vo-gelsteller, Seifensieder, Brauer, welche Bier, Apfel- oder Birn-wein oder ein anderes Getränke zu bereiten verstehen, Bäk-ker, welche Semmeln für den kaiserlichen Haushalt machenkönnen, Netzstricker zur Jagd, zum Fisch- oder Vogelfang,und die übrigen Handwerker, welche aufzuzählen ermüdenwürde.« Zu den nichtgenannten Handwerkern gehören dieWoll- und Tuchbereiter. Aus einer Stelle der Wirtschafts-ordnung des Klosters Corbie an der Somme vom Jahre 822geht hervor, dass man um diese Zeit das Sortiren der Wolleverstand, denn es heisst: die Wolle soll gleich bei der Schaaf-sclnir, ohne vorangegangene Auswahl nach Güte, Länge oderFaihe, fliessweise verzehntet werden. Weben, Walken, Rauhenund Scheeren finden in dem genannten Kapitular ihre Er-wähnung, nicht minder wird der Farbstoffe und des Färbensgedacht; als erstere werden Waid, eine Pflanze, die heutenoch zum Blaufärben dient, Krapp, den Karl im 70. Abschnittdesj Kapitulars in seinen Gärten anzubauen befiehlt, unddes'sen gemahlene Wurzeln zum Rothfärben verwendet werden,und endlich Würmchen aufgeführt. Eine gleichzeitige Urkundedesselben Klosters erwähnt auch des Indigo. Nach dem 43.Abschnitt des Wirthschaftskapitulars beschäftigten sich mitder Tuchfabrikation nicht Männer, sondern Frauen in denGynecäen: »für unsere Weiberwerkstätten sollen die Amtleutezur nötliigen Zeit den Zeug liefern, als da ist, Lein, Wolle,