Karls Beisetzung.
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aufhielt, der Umstand, dass der Blitz den goldenen Apfel vonder Spitze des Daches der Kapelle auf das darangrenzendeHaus des Bischofs schleuderte, ■ das Erlöschen des Wortesprinceps einige Wochen vor seinem Tode, das neben demWorte Karolus die Inschrift schloss, welche in rother Farbesich auf dem Simse zwischen der unteren und oberen Bogen-reihe befand und anzeigte, wer der Erbauer des Gotteshausessei;; und manches Andere. Einhard spricht von der grossenTrauer des gesammten Volkes über das Hinscheiden desKaisers und am Ende des zweiten Buches des Ademar, welchesals Leben Karls des Grossen des Mönches von Angoulemeherausgegeben wurde, heisst es über diese Trauer: Niemandkann berichten, wie gross das Wehklagen und die Trauerauf der ganzen Erde um ihn war: auch unter den Heidenwurde er als der Vater des Erdkreises beweint.
| Ueber die Beisetzung schreibt Einhard: «Karls Leichewurde in herkömmlicher Weise gewaschen und besorgt, unterdem grössten Wehklagen des Volkes in die Kirche getragenund dort beerdiget. Anfangs war man über den Ort, wo erbeigesetzt werden sollte, in Zweifel, weil er selbst darüberwährend seiner Lebzeiten keine Bestimmung getroffen hatte;indessen ward bald Allen klar, er könne an keinem anderenOrte ehrenvoller ruhen, als in derjenigen Basilika, welche eraus Liebe zu Gott und unserm Herrn Jesus Christus und zurEhre der heiligen unversehrten Jungfrau und GottesgebärerinMaria auf eigene Kosten in jenem Flecken, zu Achen nämlich,erbaut hatte. Dort wurde er denn auch am Tage seinesHinscheidens begraben, und über dem Grabe ein vergoldeterBogen mit seinem Bilde und folgender Inschrift errichtet: »Unterdieser Grabstätte ruht der Leib Karls des Grossen, des recht-gläubigen Kaisers, welcher das Reich der Franken ansehnlicherweitert und sieben und vierzig Jahre lang glücklich regierthat. Er starb ein Siebziger im Jahre des Herrn 814, in dersiebten Indiction, den 28. Januar.«
I Einfach und schmucklos wie Einhard berichten auch dieZeitgenossen Ludwigs des Frommen über die Beerdigung Karlsdes Grossen; erst der Aquitanier Ademar, welcher zweihundertJahre später schrieb, weiss wunderbare Einzelheiten überden Leichnam und die Gruft des Kaisers mitzutheilen. Seine