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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Karls des Grossen Krankheit und Tod.

Kaisers, die kaiserliche Krone uncl das Scepter, sowie esKaisern zu verleihen Sitte ist. Von einer Salbung, welchenach den Vorstellungen der Zeit unerlässlich war, ist keineRede. Unterblieb sie vielleicht, weil sie schon 781 durchPapst Hadrian I. in Rom an Ludwig vollzogen worden war?Bei Gelegenheit der Salbung Ludwigs in Rom ist auch zuerstdie Rede von einer Krone bei Erhebung zur königlichen Würde:Fand jedoch eine Salbung statt, dann geschah sie ohneZweifel durch Hildebold, den Metropoliten und Erzkapellander kaiserlichen Pfalz, der unter den Zeugen des TestamentsKarls die erste Stelle einnimmt und dem Kaiser an dessenLebensende tröstend zur Seite stand.

Im Jahre 816 wurde Ludwig zu Reims durch den PapstStephan V. (816817) feierlich gesalbt und mit seiner Ge-mahlin Irmingard gekrönt. Von den Gemahlinnen Karls warkeine gekrönt worden.

»Karl war, nachdem er seinen Sohn Ludwig nachAquitanien entlassen hatte, seiner Gewohnheit gemäss aufdie Jagd gegangen, aber Anfangs November wieder inseine Pfalz zurückgekehrt, wo er am Fieber erkrankte.Sein gewohntes Mittel, durch Enthaltung von Speisen sichwieder herzustellen, blieb ohne Erfolg; es gesellte sich Seiten-schmerz, welchen die Griechen Pleuresis nennen, hinzu, undam siebenten Tage seiner Krankheit entschlief er nach Em-pfange der heiligen Kommunion im zwei und siebenzigstenJahre seines Alters und im sieben und vierzigsten seiner Re-gierung, den 28. Januar 814, um die dritte Stunde des Tages.«Da Karl den 24. September 768 am Todestage seines VatersPippin die Regierung antrat, so regierte er genau genommenfünf und vierzig Jahre vier Monate und einige Tage.

Weiter wird dann von Einhard berichtet, dass Viele, auchKarl selber auffallende Naturereignisse und andere Erschei-nungen auf das nahe Ende des Kaisers gedeutet hätten. Wie-derholte Sonnen- und Mondfinsternisse in den letzten Jahren,Flecken in der Sonne, das plötzliche Zusammenstürzen desSäulenganges zwischen der Pfalz und der Kapelle, die Zer-störung der Rheinbrücke bei Mainz durch eine dreistündigeFeuersbrunst, das wiederholte Erzittern der Achener Pfalz,das Knarren des Tafelwerkes in den Wohnräumen, wo er sich