Ludwigs des frommen Kaiserkrönung.
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trat er vor den Altar, welcher an erhöhterer Stelle als dieanderen Altäre errichtet war, und befahl eine andere Kronealä die, welche er selbst auf dem Haupte trug, auf demselbenniederzulegen. Mit der ihm eigenen Beredsamkeit, welcheihm, wie Einhard sagt, Alles, was er wollte, auf das Bündigsteauszusprechen gestattete, wandte er sich an geweihter StätteAngesichts der Menge der Bischöfe und der weltlichen Grossendes Beichs, nachdem er und sein Sohn lange Zeit im Gebeteversunken gewesen waren, an diesen und ermahnte ihn, vorAllem den allmächtigen Gott zu lieben und zu fürchten, dessenGebote in allen Dingen zu halten, die Kirche wohl zu leitenund gegen böse Menschen zu schützen, befahl ihm, seinenjüngeren Schwestern und Brüdern, Vettern und Verwandten,stets Milde zu gewähren, die Priester wie Väter zu ehren,diejUnterthanen wie Kinder zu lieben, die Uebermiithigen undBösen auf den Weg des Heiles auch durch Zwang zu führen,den Klöstern ein Trost, den Armen ein Vater zu sein, treueund gottesfürchtige Diener anzustellen, welche ungerechte Ge-schenke verabscheuen, keinen ohne Untersuchung aus seinemAmte zu entlassen, sich selbst zu jeder Zeit vor Gott unddem gesammten Volke untadelhaft zu betragen. Nachdemer dem Sohne dieses und vieles Andere an's Herz gelegt hatte,fragte er ihn, ob er diesen Mahnungen nachkommen wolle.Dieser erwiderte, er sei gerne bereit, dieses zu tliun, undwerde mit Gottes Hülfe alles, was der Vater ihm anempfohlenhabe, befolgen. Darauf gebot ihm dieser, mit eigener HanddielIvrone vom Altare zu nehmen, und sie, eingedenk allerErmahnungen, welche er ihm ertheilt, sich auf's Haupt zusetzen. Dies geschah; alsdann wohnten beide der feierlichenMesse bei und begaben sich, der Vater wieder wie beim Hin-gänge zur Kirche auf den Sohn sich stützend, in den Palast.
I Ludwig reiste nach einem zärtlichen Abschiede, vomVater reich beschenkt, nach Aquitanien zurück.
I Thegan ist der einzige unter den gleichzeitigen Bericht-erstattern, welcher Ludwig sich die Krone selber aufsetzenlässt, nach den übrigen Quellen geschah die Krönung durchden Vater. Eine Quelle tliut auch des Seesters Erwähnung mitden Worten: Karl, der grosse Kaiser, verlieh seinem SohneLudwig, dem Könige von Aquitanien, 813 den Namen des