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Die erste Krönung in Achen.
nahedaranliegenden Villen (Königshöfen) strömte eine MengeVolks zu den Reliquien der hh. Petrus und Marcellinus, welcheEinhard nach Achen brachte, auch als im Jahre 836 dieGebeine des h. Vitus aus Gallien über- Achen nach Corvey ander Weser gebracht werden, wird von dem gleichzeitigenBeschreiber des Zuges «die herbeiströmende grosse Volksmengevon Männern, Frauen, Greisen und Kindern« hervorgehoben.
Vorstehende sind die Oertlichkeiten Achens, über welchedie Quellen bei seinem Eintritt in die Geschichte berichten.Was nun an diesen für Achen geschichtlich Wichtiges vor sichgeht, soll fortan der Gegenstand des vorliegenden Werkes sein.Reichstage und Synoden, welche zur Zeit Karls des Grossenhäufig in Achen stattfanden, können wir unerwähnt lassen,da sie zur allgemeinen Geschichte gehören. Nur des grossenReichstages vom Jahre 813 wollen wir gedenken, weil währenddesselben zum ersten Male in der Pfalzkapelle diejenige feier-liche Handlung vorsieh ging, deren Wiederholung in denfolgenden Jahrhunderten Achen so hohen Glanz und die Haupt-bedeutung unter den Städten des grossen deutschen Vater-landes verlieh, wir meinen die erste Kaiserkrönung.
Ludwig der Fromme hatte seine beiden älterni Brüder,Karl und Pippin, welchen er an Fähigkeit bedeutend nachstand,überlebt. Er war schon 781 drei Jahre alt durch PapstHadrian I. in Rom zum Könige von Aquitanien gesalbt, undihm diese Provinz auch durch die Theilung des Reiches, welcheKarl in Uebereinstimmung mit den Grossen auf dem Reichs-tage zu Diedenhofen im Jahre 806 zwischen seinen drei Söhnenangeordnet hatte, zuerkannt worden. Ein Jahr vor seinemTode berief der Kaiser seinen Sohn Ludwig aus Aquitaniennach Achen. Hier, so erzählt Thegan, ein trierer Chorbischof, : :welcher um das Jahr 835 das Leben Ludwigs des Frommenschrieb, ermahnte der Kaiser die um ihn versammelten Grossendes Reichs zur Treue gegen den Sohn und fragte Alle vomVornehmsten bis zum Geringsten, ob es ihnen gefalle, dasser seinen kaiserlichen Namen dem Sohne übertrage, worauf Allemit Begeisterung antworteten, es sei dies Gottes Wille. Denfolgenden Sonntag legte er sein kaiserliches Gewand an, setzte;]die Krone auf's Haupt und begab sich in feierlichem Zugezur Kirche, welche er von Grund auf erbaut hatte. Hier