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Reliquien. Homilien. Kircheiifeste.
Würde eingesetzt, auch den Ort mit einer ausserordentlichenMenge Reliquien geheiligt und mit vielfachem Schmucke aus-gestattet.« Endlich ist für das Vorhandensein der Reliquienund des Schatzes in Achen die Urkunde Karls des Dicken vonBedeutung, mittels welcher er auf Bitten des Bischofs Anton,der zugleich Abt yon Stablo war, und des Erzbischofs Liutbertvon Mainz den Mönchen yon Stablo, welche zur Zeit derallgemeinen Verwüstung unserer Gegenden durch die Norman-nen die Heiligthümer und den Schatz nach Stablo und vielleichtvon da nach Mainz gei ettet hatten, im Jahre 882 das Land-gut Blandonium mit der Kapelle im Lüttichgau schenkt.
Karl arbeitete eifrig an der Belehrung des Volkes in denWahrheiten des christlichen Glaubens. Zu dem Ende beauf-tragte er gegen das Jahr 782 den berühmten LangobardenPaul Warnefrid, ein HomilAarinm oder eine Sammlung vonPredigten in lateinischer Sprache zusammenzustellen. In derAnrede an den Leser erklärt Karl, »auf seine Anordnung habePaulus gleichsam aus den schönsten Wiesen der katholischeilVäter die Predigten zu einem Kranze für die Festtage desganzen Jahres zusammengetragen.« Die von Karl im Jahre813 nach Mainz, Arles, Reims, Tours und Chalons gleichzeitigzusammenberufenen Synoden sprechen sich gegen das Predigenin der lateinischen Sprache aus und verordnen, dass diesin den Landessprachen, der romanischen oder der germani-schen geschehen soll; die Homilien seien in die romanischeBauernsprache (in die alt-französische) und in die deutscheSprache zu übertragen, damit alle um so leichter verstehenkönnten, was gesagt werde.
Ueber die Kirchenfeste der Zeit Karls des Grossen un-terrichtet uns der sechs und dreissigste Kanon der MainzerSynode vom Jahre 813, der enthält: »Wir bestimmen zu Fest-tagen im Laufe des Jahres den Ostertag mit der darauffolgenden Woche, Christi Himmelfahrt, Pfingsten in der Wochewie Ostern, Peter und Paul, Johannes des Täufers Geburt,Mariä Himmelfahrt, S. Michael, Remigius, Martinus, Andreas,zu Weihnachten vier Tage, die Oktave des Herrn, die Er-scheinung des Herrn, die Reinigung Mariä, Festtage der Mär-tyrer und Bekenner, deren Gebeine in der betreffenden Pfarreruhen, endlich die Tage der Kirchweihe.«