Reliquien.
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schiedensten Ländern erwarb. Die Stiftungsurkunde sagt:«Deshalb bemühten wir uns aus allen Kräften und mit derganzen Anstrengung unseres Geistes durch die Hülfe desallmächtigen Gottes und die Unterstützung meines glor-reichen Herrn, des Kaisers, so viele und so werthvolleReliquien als möglich von den verschiedenen Theilen der(le 'sammten Christenheit herbeizuschaffen und an diesem hei-ligen Orte aufzubewahren, wie aus dem Folgenden hervor-geht: nämlich vor Allem von der heiligen römischen Kirchedurch die Freigebigkeit des Papstes Hadrian seligen Anden-kens, und seines Nachfolgers des ehrwürdigen Papstes Leo,von Gonstanlinopcl und Jerusalem, welche uns durch Gesandte,die mein Herr dahin geschickt, überbracht wurden; fernervon Italien, Germanien, Aquitanien, Burgund und Gallien,welche die ehrwürdigsten Väter, die Patriarchen, Erzbischöfe,Bischöfe und Aebte uns übersandten; auch wurden wir ge-würdigt, von all den Reliquien, welche im Laufe der Zeiten indem ehrwürdigen Palast von den frühem Königen und nachherbesonders von unserm schon genannten Herrn gesammelt wor-den sind, einen Theil zu besitzen und an diesem heiligenOrte ehrerbietig aufzubewahren.« Nach Floss, die AachenerHeiligthümer, S. 9, werden in der Urkunde, welche die derKirche geschenkten Reliquien aufzählt, zuerst die des Erlösers,dann die der Gottesgebärerin Maria, der Apostel, der übrigenMärtyrer, der Bekenner, der Jungfrauen u. s. w. angegeben.Nach dem Ausdrucke in der Stiftungsurkunde: von denfrüheren Königen muss man annehmen, dass auch die vonden Königen aus dem Geschlechte der Merovinger gesam-melten Heiligthümer in Achen aufbewahrt wurden.
i Für das Vorhandensein der Reliquien in der Pfalzka-pelle ist nicht minder wichtig das Zeugniss des Enkels Karlsdes Grossen; es sagt nämlich Karl der Kahle in einer Ur-kunde, welche er am 5. Mai 876 dem St. CorneliusklosterinlCompiegne ausstellt, »sein Grossvater seligen Andenkens,»welchem die Vorsehung die Alleinherrschaft des ganzen Rei-ches übertragen, habe im Palaste zu Achen die Kapelle zuEhren der heiligen Gottesgebärerin und Jungfrau Maria erbaut,dort Geistliche sowohl zu seinem Seelenheile und zur Vergebungseiner Sünden, als auch zur Wahrung seiner kaiserlichen