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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Kirchenschatz. Glocken. Orgel.

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eine so grosse Menge goldener und silberner Kirchengefässeund Kircliengewänder geschenkt, dass beim Gottesdienst auchdie Thürsteher, welche der untersten Stufe des geistlichenRanges angehören, nicht in ihrem Privatanzuge zu dienenbrauchten.« Noch in seinem Testamente verordnete der Kaiser,»dass die Kapelle, d. h. die zum Gottesdienste gehörendenGewänder, sowohl diejenigen, welche er selber hatte herrichtenund sammeln lassen, als auch diejenigen, welche ihm aus derväterlichen Erbschaft zugefallen waren, ungetheilt zusammenbleiben sollte.«

Dass auf dem Reife des Kranzes im Innern der Kirchezwischen den untern und oberen Bogen eine Inschrift in rotherFarbe, welche die Ausdrücke Karolus princeps enthielt herum-ging, erfahren wir aus dem 32. Kapitel des Lebens Karls desGrossen von Einhard, wo dieser erzählt, dass das Wort prin-ceps einige Monate vor dem Tode des Kaisers erlosch. Ausderselben Stelle ersehen wir, dass das mit Bleiziegeln bedeckteDach der Kirche auf seiner Spitze durch einen vergoldetenApfel geschmückt war.

Da Glocken in den Verordnungen Karls häufig erwähntwerden, ') so wird man über ihr Vorhandensein in der Pfalz-kapelle nicht in Zweifel sein. Sie werden übrigens erst imJahre 637 uüter dem Chalifen Omar in Jerusalem erwähnt.

I Für den Glanz des Gottesdienstes in der Pfalzkapellebildete die Orgel eine Haupzierde. Bis anf König Pippin wardieses Instrument im Frankenreich unbekannt. Im Jahre 757übersandte der oströmische Kaiser Constantin Copronymusdem Frankenkönige neben anderen Geschenken ein solchesnach Compiegne. Ueber die Orgel, welche Kaiser ConstantinMichael dem Kaiser Karl, welcher sie in Achen aufstellte, zumGeschenke machte, sagt der Mönch von St. Gallen: »Jenesvorzügliche Instrument, das durch seine mit Luft gefülltenBlasebälge, welche wunderbar durch die ehernen Pfeifen blasen,

') Der Dichter Ermoldus Nigellus, welcher um das Jahr 826 aufKaiser Ludwig den Frommen ein Lobgedicht verfasste, spricht vomLäuten heim Gottesdienste als von einer gewöhnlichen Sache:

Nun war kommen die Zeit zu der heiligen Handlung der Messe;

Läuten ruft nach Gebrauch alle zum heiligen Dom.