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Der Lateran. Kirchenschatz.
Da König Pippin im Jalire 765 Weihnachten und Ostern,Karl im Jahre 768 Ostern in Achen feierte, auch die merk-würdige Synode vom Jahre 789 daselbst von einem Concilien-saal (secretarium) spricht, so kann man mit Zuversicht an-nehmen, dass vor der jetzigen Marienkirche ein kirchlichesGebäude in der Pfalz vorhanden war. Der Conciliensaal hattezur Zeit Karls des Grossen den Namen Lateran. Neben derPfalzkirche lag auch die Wohnung des Bischofs (domus pon-tificis).
Wie Karl für die Erhaltung der Kirchenschätze im All-gemeinen Sorge trug, zeigen seine Gesetze. So schrieb erim Jahre 806 von Nimwegen aus vor: »Bischöfe, Aebte undAebtissinnen sollen fleissig die Kirchenschätze überwachen, dassvon den Gemmen, Gefässen und anderen Dingen nichts verlorengehe, weil jüdische und andere Kaufleute sich rühmen, Alles,was ihnen zusage, kaufen zu können.« Auf dem Ach euerReichstage vom Jahre 807 trägt er den königlichen Sendgrafenauf, «zu untersuchen, wie die Dächer, Wände, Fussböden,Malereien und Leuchter der Kirchen beschaffen seien.« Vonder Pfalzkirche erzählt Einhard insbesondere, »Karl habe die-selbe Morgens und Abends, zur Nachtzeit und während desGottesdienstes besucht, wann seine Gesundheit es erlaubte,er habe daselbst die Kirchendiener häufig ermahnt, dafürzu sorgen, dass in derselben Alles in der höchsten Ehrbarkeitvor sich gehe, nichts Schmutziges noch Unanständiges sich inderselben zeige, und habe sie mit Gold und Silber, mit ehernenThiiren und Gittern und mit Marmor ausgestattet und ihr
Grundrisse beider bei Springer, die Baukunst des christlichen Mittel-alters, zeigt grosse Abweichungen in den Einzelheiten, auch bilden dieSäulen in den acht Bogen der Kirche San Vitale einen integrirendenTheil des Gebäudes. C. P. Bock nennt als Vorbild für unsere Kirchedie oktogone blos von Pfeilern getragene Kathedrale zu York, derenBau Alcuin vorstand, bevor ihn Karl in seine Nähe berief. NichtEinhard, noch Ansegis, Abt des Klosters Fontanellum, gelten nun nochals Baumeister. Schon im Jahre 1862 nennt C. P. Bock als solchen»nach einem glücklichen Funde den Odo von Metz,« in der AkademieHiram genannt, und Pertz bringt im folgenden Jahre in seiner Ausgabedes Lebens Karls des Grossen die Bestätigung nach einer Wiener Hand-schrift vom Ausgange des neunten Jahrhunderts.