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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Die Pfalzkapolle. 11

Gebeine Karls des Grossen bewahrt, das Bild in der Chronikvon Noppius vom Jahre 1631 und andere Darstellungen be-weisen. Sie bildet einen achteckigen Kuppelraum, umgebenvon einem sechszehnseitigen Doppelgange. Der alte karolin-gische Chor, welchen der im vierzehnten Jahrhundert in deut-schem Baustile errichtete ersetzt, erscheint auf dem erwähntenReliefbilde in zwei Stockwerke getheilt. Die Kuppel wird vonacht Pfeilern getragen, die acht Bogen des oberen Umgangeshaben eine doppelte Säulenstellung, zwei grössere und überdiesen zwei kleinere Säulen. Unter den Bogen stehen diebroncenen Gitter, von denen jedesmal die zwei einander ge-genüberstehenden dieselben Verzierungen haben. Die Wölbungdes oberen Umganges bildet gegen die Kuppel eine schrägeLinie und vertritt auf diese Art die Dienste eines Widerlegersoder eines Strebebogens. Dem Chor gegenüber deckt dieVorhalle und die über derselben angebrachte Kapelle mit denangebauten Emportreppen drei Seiten des sechszehneckigenBaues. Ueber dem achteckigen Kuppelgewölbe legt sich ohneZwischenraum das Dach unmittelbar auf das Gewölbe auf.Der Umstand, dass die Säulen nachträglich aufgestellt wordensind, ist in neuer Zeit von Prof. C. P. Bock nachgewiesenworden. Von den das Oktogon umgebenden Kapellen war dieMauritius oder Hubertus, in ihrem oberen Theile heute Karls-kapelle genannt, karolingisch, auch die Reste der, wie dievortsehende, nach Norden gelegenen Egidiuskapelle, welche1656 durch den allgemeinen Stadtbrand unterging, sind karo-lingisch. Die nach Süden vom Oktogon liegenden Kapellensind gothisch und gehören dem fünfzehnten Jahrhundert an.Möglich, dass auch an der Südseite früher karolingische Bau-ten waren. Das erwähnte Reliefbild stellt jedoch die Südseiteohne Kapellenbau dar, nur die Südseite des Thurmes zeigt» unten einen Vorbau. Die jetzige ungarische Kapelle, welchean Stelle der älteren gebaut wurde, ist aus dem achtzehntenJahrhundert. r )

') Die Ansicht, die im sechsten Jahrhundert unter dem oströmi-schen Kaiser Justinian I. vollendete Kirche San Yitale in itavenna seidas Vorbild der Achener Liebfrauenkirche gewesen, wird von compe-tenten Beurtheilern als eine irrige betrachtet. Eine Vergleichung der