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Pfalz uncl Pfalzbeamten.
sie sich zu Boden, indem sie glaubten, sich vor dem Herr-scher zu finden, und stehen bestürzt auf, wenn man sie überihren Irrthum aufklärt. Zuletzt lässt der Kaiser selbst sievor sich kommen, der, strahlend wie die aufgehende Sonne,auf Haitto gestützt, an einem hellen Fenster steht, umgeben vonseinen drei Söhnen, den Töchtern und deren Mutter. Ausserden in vorstehender Erzählung genannten Würdenträgernkommen am Hofe Karls vor der Hofkapellan, der ersteKanzler mit seinen Notaren, der Oberschenk, der Stallgraf,der Haushofmeister, der Jägermeister, der Falkenmeister undendlich der Oberthürhüter. Die hohen Palastbeamtcn muss-ten Kenntniss von den Staatsangelegenheiten besitzen. Nebenden höheren Beamten gab es am Hofe eine grosse Mengedienender Persönlichkeiten männlichen und weiblichen Ge-schlechts. Christliche und jüdische Kaufleute hielten amHofe sich auf. Eine pfalz-polizeiliche Verordnung, welcheEinige Karl dem Grossen, Andere seinem Sohne Ludwig zu-schreiben, zeigt, dass nachsichtslose Strenge nothwendig war,um schlechtes Gesindel vom Hofe fernzuhalten. In der Ver-ordnung kommt auch ein Markt vor. Das ist aber nicht derheutige vor dem Rathhause, denn dessen Boden gehqrte zuder Pfalz. Der Markt wird wohl westlich von dieser, wo jaauch der Flecken lag, zu suchen sein, und wo in nachfol-genden Jahrhunderten der sogenannte Münstermarkt war.Nach dieser Seite hin, vor einem westlichen Ausgange derPfalz, wird man auch die Stelle vermuthen müssen, wo diebroncene Reiterstatue r ) des Ostgothenkönigs Theodorichsdes Grossen stand, welche Karl im Jahre 801 von Ravennamit Bewilligung des Papstes nach Achen bringen und hieraufstellen liess. Ihrer wird ferner nicht mehr gedacht. Sie
*) Die einer Stelle des Agnellus und einem Gedichte des Wala-fried Strabo zufolge nach Achen gebrachte Reiterbildsäule wird vonkeinem andern Autor als da vorhanden bezeichnet. Man vergl. Her-mann Grimm, das Reiterstandbild Theodorichs zu Achen, Berlin beiD. Dümmler 1869. Bei dem Mangel an weiteren Nachrichten ist derVermuthung ein weites Feld gegeben. Man vergl. C. P. Bock Jahrb.des Yer. der Freunde Rom. Alterth. im Rheinl. L. LI. S. 1—53.