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Haubt-Recess : in welchem von dem Durchl. Fürsten u. Herrn Philipp Wilhelm Pfaltz-Graffen bey Rhein ... dem corpori versambleter Jülich- u. Bergischer Landt-Ständen ... seiner hochfürstl. Durchlt. gnädigste Resolutiones ertheilet ...
Entstehung
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(115)ExtractHertzog Wilhelms von Gülich/ und Hertzog Johan-nen von Cleve des Alteren, Abredt eines Heyraths zwischen Hertzog Wil-helms von Gülich Dochter Fraw Maria, und Hertzog JohannenSohn von Cleve, auch Hertzog Johan genant, sub Anno1496. auff S. Catharinen Tag auffgerichtet.N.15Ir Wilhelm von Gottes Gnaden HertzogN. 16.zo Gülich, zo dem Berge. Ind Grave zo Ravensberg rc. ei-nes, ind Wir Johann von derselben Gnaden Hertzouch vanCleve, ind Grave von der Marck rc. anderentheils/bekennenWir daromme offenbahrlich mit diesem Brieve, für allenund jeglichen, so den sehen oder hören lesen, dat Wir dem AllmächtigenGode, und Maria syner Gebenedyder Moeder, ind allen Gottes Heyligenzu Love ind ehren, ind uns beyden Unseren Fürstendomben, Landen,und Unterthanen zu nütze rasten Frieden, ind Wollfart, mit Wollbe-dachtem moeden, ind Overmitz rait in der Unsere beede ehliche Kin-der 2cClausula Concernens.So soll Unse Sohne die Fürstendome, Landt, ind Unterthanen alle N. 15.gemeinlich, bey ihren Privilegien, Freyheiten, Brieffen, Siegelen, Rech-ten, Herkommen, und Gewonheiten lassen, handt haben, ind behalten,auch beede Fürstendom ind Landt mit den Unterthanen darzu gehörendeRegiren, auch in eigenen sachen unverschulter dinge nit unzimblichs mitihn vornemhmen nach handlen, noch mit einigen der Lande offt Unter-thanen gegen den Andern nit partheylich handlen / nach beschwären lassen /sonderen sich in allen sachen zu seinen Unterthanen halten, einem Gnä-digsten Fürsten und Herren zu thun solches gebürt rc.Clausula Concernens.Auch so wollen Wir Hertzog Wilhelm obgenant, off idt zu dem fall N. 16.queme dat Unse Tochter Burs, nae deß fürgenanten Uns. Lieven Broe-ders Sohns Todte, im Leven blieve sonder eheliche Leiffs Gebuhrt vonihn beeden geschaffen, wie obgemelt, dat der Allmächtig Goede immerverhoeden wille, und ihre L. Gesindt würde, sich wider zu verhylichen sol-chem Hylichen solle dieselve Vnse Tochter nit aengaen, noch doin, danOvermitz Rath und gutdüncken ihrer L. negsten bewanten Freundeind Unser Rede, Ritterschafften, ind Unterthanen, den mehrertheilVnser Fürstendomen van Gülich und Berge, dan so das also van UnserTochter nit en geschehe / ind sie buyssen Rath ihrer negster Freundte ind derunser vurß. unzimlicher massen Verhylichen würde, so befehlen Wir indiesem seinen Brieve den obgem. Unseren Unterthanen samentlich und je-derem insonderheit, als dan denselben, daran sich Vnser Tochter Verhy-ligt hedde, geine huldt noch eide, noch ihme Vnser Tochter vurß. keine ge-horsamkeit zudoin ꝛc.Off auch sach wäre dat Unser Hertzog Johanns Sohne vor VnserHertzog Wilhelms Tochter doitlich affgienge so dat he der letzte im Levenverbleve / und Eheliche Kinder von ihnen beyden geschaffen naliessen / wievurß. so lang dan Unser Hertzog Johanns Sohne sich nicht wider Verhyl-ligten,P 2