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2 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1300 - 1399
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1357.

1357, April 10.

Zindelstein.

Hl

m,

323. Graf Hug von Fürstenberg verträgt sich mit seiner Gemahlin Adelheid, gebornen vonKrenhingen, wegen ihrer Heimsteuer, indem er ihr das Dorf Herbolzheim versetzt, wo-gegen sie ihm gestattet andere Güter zu verpfänden.

Allen den, die disen brief ansehent oder hörent lesen, tun ich graf Hug vonFürstenberg kunt vnd vergihe offenlich mit disem brief II für mich vnd alle min erben,das ich lieplieh vnd tugentlich vberain komen bin mit frow Adelhaiten von Fürsten-berg, gebom von II Krenkingen, min des vorgenanten gräf Hugen elicher wirten, also,das mir du vorgenante frow Adelhait mit wolbedahtem mut vnd mit ir fründe räterlobet hat mit gutem willen ze versetzend disü nachgeschriben irü guter: Tüslingendas dorf, Tochingen das dorf, Tanhain vnd Wlttertingen du dorfer, den hofe ze Vber-beken vnd gemainlich Brsegental das tale, mit solichem gedinge, das ich der vorge-nant graf Huge der obgenanten frow Adelhait, miner elicher wirten, versetzet habvnd versetze ofienlich mit disem brief für das selbe gut für ir hainstür min dorf zeHerbeltzhain, das lehen ist von dem bischof ze Strasburg, mit lüten, mit gut, mitwnne, mit waid, mit zwingen, mit bannen, mit holtz, mit felde, mit wasser, mitwasen, mit zwige, mit gerillten vnd gemainlich mit allem dem, das zu dem selbenminem dorf gehöret, es si funden oder vnfunden, für drissig mark silber geltes iser-liches gutes vnd gebes Friburger brandes, vnd sol si vf das selbe gut des vorgeschribengeltes wisen also, das sü daran habent si. Wser aber, das ich, der vorgenant gräfHuge, abgiengi, so sol du vorgenant frow Adelhait rihten vnd geben Cüntz Statzenze Friburg och drissig marke silber geltes iserliches zinses von dem selben dorf zeHerbeltzbain oder aber von den vorgeschriben gutern, du ich in versetzet han, vndsol denne mit dem vberigen gut schaffen vnd tun, was sü wil. Ich der vorgenantgräf Hug sol och vnserü gemainü kint, du wir ietze habent oder noch hie nach ge-winnen, och wisen zwaihundert marke Silbers vf das selbe min dorf ze Herbeltzhainalso, das sü och daran habent sigen. Es ist och mit namen beredet von der Verta-gung wegen, die mir Hainrich von Blümnegg tun sol von des selben dorfes wegenvon dem biscof ze Strasburg ze vsgender pfingstwochen nu ze nehste, das ich demselben von Blümnegge nit furo tage geben sol süs noch so an der vorgenanten frowAdelhait miner elicher wirten vnd gräf Cünratz vnd gräf Hainrichs von Fürstenbergminer vettern gunst vnd gutem willen. Wer aber, das der vorgenant von Blümneggsus mit mir vberain kami vmb silber oder sus, wie sich das gefügti, sus oder so, solich oder, min erben der vorgenanten frow Odelhait von dem selben gut vor abe losen