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2 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1300 - 1399
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1333.

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ouß vnd schelmen mit bleiden vnd hantwercken in das schloß geworfen, die profaudt domit verwiestvnd verderpt, domit die im schloß genot, daß sie sich nit lenger haben mögen enthalten vnd sichmit den stotten in sprach begeben, vnd nach viler rede vnd handlung ist betädingt, daß den stottendas schloß Schwannowe vnd alle die vnd das darinne was, vff gnad vnd vngnad auffgeben wardt,-genommen was die frow von Geroltzecke 1 ), so dann die zeit im schloß was, vber die vallbruckentragen, das zu irem leib gehorte, das solte ir zuston vnd gesichert sein. Do nam die gemelt frowvon Geroltzeck iren gemahel den alten herrn vff den rucken vnd einen jungen sun vff den arm, vndtrug sie über die vallbrucken, das gehorte zu irem leib vnd sig ir zustendig, des sich die stöt be-schwerten vnd vermeinten, die frow solte cleinater, gelt oder ander geschmick zu ir genomen habenvnd nit iren herren oder sune, vnd wolteu ir die stott der nierer teil, wiewol das hoch versprochenwas, nitt halten. Nachdem aber dieselbige zeit der adel in den stotten vnd iusonderhait zu Stroß-burg und Basel regierten, vnd die vom adell obgemelt täding gemacht, geschworen vnd besigelt hatten,darumb sich der adell sollichs so hart vnd vil anname, daß die gemelt dädting der frowen gehaltenward, vnd ist die gemelt frow mit irem gemahel dem alten vnd dem sune, vber Rhein in die herr-schafft Geroltzeck gefiert ward vnd gelait, vnd sind noch vier herren von Geroltzeck vnd fünfzig vomadell in dem schloß Schwanow ergriffen vnd von den stotten geköpft worden, vnd ettlich vnedel clar-uon ledig gelassen vnd das schloß Schwanow zerrissen.

Matheus Marscbalk von Piberbach und Pappenhaim, Dr. jur. und Augsburger Domherr, handschrift-liche Chronik des Hauses Geroldseck, verfaßt um 1530, im Auszug gedruckt bei (Eeinhard) Pragmatische Ge-schichte des Hauses Geroldseck, Urkundenbuch S. 10 2 ).

1) Anna, geb. Gräfin von Fürstenberg. Der Zimmerische Chronist sagt zwar (I, 364):gleichwohljnan grundtlichen nit waist, wer sie vom geschlecht gewest;" doch hätte ihn eine andere Stelle der von ihmbenützten Pappenheim'schen Chronik darüber belehren können. Vergl. unten Nr. 245 v. J. 1345.

2) Dieser Quelle folgt wohl der vielfach wörtlich übereinstimmende Bericht der Zimmerischen Chronik(herausgegeben von Barack, I, 363366), Pappenheims Erzählung aber beruht ihrerseits in der Hauptsacheauf Johannis Vitodurani Chronicon (ed. v. Wyss, Archiv f. Schweizer. Geschichte, XI, S. 100102) und Clo-sener (Die Chroniken der deutschen Städte, VTH, 98) oder dem Closener folgenden Königshofen (Chron. derdeutsch. St. IX, 799). Keine dieser gleichzeitigen Quellen erwähnt jedoch der That der Frau von Geroldseck.Was Pappenheim darüber zu erzählen weiß, ist also seine Zuthat und muss in das Bereich der Sage verwiesenwerden, wie denn die zum erstenmale vom Kölner Annalisten auf die Eroberung von Weinsberg i. Jahre 1140angewendete und hier am berühmtesten gewordene Erzählung von Weibertreue bei Übergabe eines festenPlatzes mit einigen Abweichungen bei zahlreichen Burgen und Städten in Deutschland und der Schweiz, Italienund Frankreich wiederkehrt. Vergl. die von Bernheim in den Forschungen zur deutschen Gesch. XV, 242,Nr. 9 verzeichnete Literatur. Ob Pappenheim die Übertragung dieser Sage selbst besorgt hat oder nur einezu seiner Zeit bereits im Geroldseckischen Hause fixirte Familiensage referirt, muss dahingestellt bleiben.

1333, Okt. 20.

Fürstenberg.

187. Hainrich, Berhtold, Cunrat und Johans, Gebrüder von Gisingen, Söhne Cünrats

sei. von Gisingen, geben mit Zustimmung ihrer gnädigen Herren, Grafen Hainrichs

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