Druckschrift 
2 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1300 - 1399
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

TOjKr ä ^™ i: ™ l "*Tf^'°

£QS£uMna&l9MDts3Hi

M

24

1305.

«I

IHB

m

I

rehte an alle geuerde, als och vnser vordem dv selben guter hant genossen. Ez istoch also gered, daz der vorgenande vnser herre der kvnig vnd herzog Fridrich vndsine brüdere hinnan hin enhainen man, der der min vnd miner bruder oder minervetern aigen ist, enphahen son ze burger ze Brülingen. Wer aber, daz dehaine vnservogtman oder fri ist, burger wrde ze Brülingen, die mugent der vorgenande herzogFridrich vnd sine bruder wol enphahen, also ob sv da sezhaft went sin vnd da be-liben. Vnd dieselben gnade, die mir vnd minen brüdern vnd minen vetern hat getanvnser herre der kvnig vnd der herzog Fridrich vnd sine bruder vmbe die aigen lüteoder die frien alt die vogtlvte, die hant sv uch getan dien von Blümenberg, dien vonBlvmenegge, dien von Kvrnegge, dien von Almshouen, Huge von Riffenberg, hernFresselin, dien von Aitlingen, Hainriche dem schulthaissen von Vilingen, Cünrat vonHvfingen, Johanse von Gepzenstayn vnd dien, die vf dem berge sitzent ze Fürstenberg.Aber vmbe die edelen lüte ist also gered: went sv oder ir dehainer burger werden zeBrülingen, dez ensol ich vnd mine briider oder mine vetern in niht enwerren, uchensol in der kvng oder der herzog Fridrich niht enwerren, ob sv dammn varn woltin.Vnd daz diz allez, daz da vorgcschriben stät, war si vnd state blibe, so hab ich fürmich vnd mine brüdere disen brief besigelt mit minem vnd minez vetern grauen Cün-ratz yngesigeln. Ich graue Cünrat von Fiirstenberg, korherre zeKostenze, vergihe andem gegenwrtigen briefe, daz allez, daz da vor geschriben stät, geschenhen ist mitminer vnd minez brüders grauen Gebhartz dez vorgenanden wissende, gunst vnd willen,vnd verzih mich allez dez schaden, so mir geschehen ist an der stat ze Luffingen aldanderswa, als da vorgeschriben stat, vnd ze ainem vrkünde der selben dinge so henkich min yngesigel an disen brief zv minez vetern yngesigel dez vorgenanden grauenHainrichs.

Diz beschach vnd dirre brief wart gegeben in dem gesesse') vor Fürstenberg,do man zalte von gotez gebvrte drüzehenhvndert jar vnd dar nach in dem fvnftenjare an dem svnnentage nach der hailigen vffart vnsers herren 2 ).

Das (Keiter-)Siegel des Grafen Heinrich ist schadhaft, das des Grafen Konrad wohlerhalten.

Perg. Or. Karlsruhe (Lupfen).

m■8

1) Gesesse hier = Lager, Belagerung. Vergl. Lexer, Mittelhochdeutsches Wörterbuch unter gesezze.

2) Vergl. die Bemerkungen Roths von Sehreckenstein im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit,1866, S. 331, wo derselbe die Urk. mitgetheilt hat. Mit Recht hält er es für zweifellos, dass König Albrechtund Herzog Friedrich sich vor Fürstenberg gelagert hatten und dass hier, im Lager, dieser Vergleich zuStande kam. Falls es zu einer förmlichen Belagerung kam, kann dieselbe nicht lange gewährt haben; dennnoch am 22. Mai urkundete König Albrecht zu Rottweil. S. Böhmer, Reg. imp. König Albrecht, Nr. 507.

bSm^

: ■■'■ .-'.U'-.vvW -»'■.'■■'•■.-'■■" ■'-