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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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498
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NACHTRÄGE.

lieh erbe, auch was Unfalls in dem wald und anderem dem sinen geschehen, daß habe er zue bb ) straffen. Inandwort die genannte arme lüth im Übel und Langenbach verfaßet mit iürspräehen und den Worten durchihren erlaubten fürsprächen in gegenwärtigkheit junkher Conradts Velßenberg und deß ersamen Andres Kotzens ■),vnßers gnädigen herren graff Hainrichs grafen zu b ) Fürstenberg kantzelschriber c ), inen in rathswiß zuegeben,vnd sagte alßo, wie daß der wald und allmend im flägbach ihre wäre und die inngehabt, genutzt und ge-nossen haben zu ihrem bauwen und gärteren nach all ihren nothdurft, länger denn zweyer mann gedächtnusse,mehr denn d ) hundert jähre ohn meniglichs Verhinderung und ansprach, also daß khein «) herr noch niemandanders inen khein intrag gethan noch ansprach darnach gehabt hab, hoifen und gethrawen, der genannt herr-von Geroltseck tüge solche sin klag ab, und lasse sy geruwiglich bey ihrem alten herkhomen des waldesbliben, inmaßen wie sine vorderen und andere herren sy haben lassen bliben, und gethrauen also, im rechterkhandt soll werden. Worauf der genannt herr von Geroltzeck redt wie vor, vnd so viel mehr, der wald warsin vnd waß man sehe, daß er sin were, denn der wildtpann und alle herrlichkheit des waldts wäre sin, wenner hätte darin zue jagen und zue voglen und sust niemand, und so etwaß frevel und unfahls da geschehe,so hätte er daß zu straffen und über das blueth zu richten, indem man wohl erkhennen möchte, daß er sinwäre; und alß sy auch sprächen, ihnen wäre khein intrag in dem wald mehr geschehen, dem wäre nit also,denn es wäre vor etlichen langen jähren ein frauw von Ochsenstein zur Bomberg f j gesässen, daß auch sinwäre, die hätt inen den wald verbotten und gmeint, der wald sey ihr und nit der bauren, und sy wollt nitgehabt hau, daß sy den brauchten nach ihrem willen, wie sy wollten; auch so hätte in verbotten herr Hanßvon Geroltzeckh sin vatter, der sin üblicher vatter wäre, in sinen zitten, dabey man in dem allem wohl ver-stau mag, daß inen vormals auch intrag durch sine vorderen im wald geschehen ist. Dargegen khommenauch die genannte arme lüthe in ihr nachrede in beywessen ihrer zugegebenen räthe, und sagten, sy redtenihme in seiner gnaden herrlichkheiten des waldes und wildpann nichts, dann allein umb ihr allmend deswaldes, da wäre inen kein intrag nie geschehen, vnd was sin gnad meldet, wie inen ein frauw von Ochsensteinund herr Hanß von Geroltzeckh verbotten hätt, daß wäre also in der form zuegegangen, daß dieselbige frauwinen den weg zum wald über ihre gueter verbotten hat, und nit den wald, da wären ihre altern zugefahren,und betten das ihren herrn fürpracht, wie dergegen ihr armen lüthen durch die Wolfach herabzufahren ouchverbotten, daß ir armen lüth nicht erlüden mochten, also hätte unßers gnädigen herrn graff Heinrichs mudterund dießelb frau von Ochsenstein mit zambt ihren amtlüthen sieh solchermaßen veraint, daß sy baidersiths B )ihr wegbotte abthatten, und wurde das spiel glich auü'geben, und sey khein span biß uf diesen tag mehr ge-wesen deß waldes halber, sy hätte ihnen sust kheinen andern intrag in ihr allmend deß waldes mehr gethan;auch alßdann sin gnad meldet, wie ihnen herr Hanß von Geroltzeckh selich vor ettlichen zitten verbotten hattden wald, daß gestüenden sy ihme, aber sy hätten ime wie jezund nit nachgeben, noch gestatten wollen, alsodaß die Sachen hin und wider gangen wären, so lang daß sy der genannt herr deß waldes halber gen Bottwilan das Landgericht geladen het, da betten 1 ') sy dri mann uß der gemeinde gewählt, und die dahin geschickt,sy mit vollmächtigem gewalt zue verstau, und als sy da voran landgericht gewartet hetten, da were annochniemand von sinen wegen erschinen, da hettend sy dasmahls lassen fragen, sindemahls niemandt käme, wie sydoch hinfüro sich halten sollten, damit sy recht und nicht unrecht thäten, und kein freuel begiengen. Wurdeinen befohlen und gehaißen, daß sy sich haimsigen sollten, und ihr allmendt innhaben, nuzen und niessen hinals her, wie sy die von alter hergebracht hatten, biß daß man sy wiederumb lüde, oder wider intrag geschehe;dem gehaiß hätten sy volg gethan, und hätten solch ihr allmend furo biß uf den tag ohne deß genanntenherren Hanßen von Geroltzeckh und aller andern herren und jedermenigliches intrag verhalten und ohne alleVerhinderung inngehabt, genuzet und genossen in allen ihren bänden, wie vor von alter herkhomen. Es habsich auch dißmahls begeben, daß dem meyer im Tieffenbach ein hauß abgebrannt sye und er hat die altefrawen von Fürstenberg, meines gnädigen herrn graf Heinrichs mutter, gepetten, ime holz uß der allmend zuem