Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
377
Einzelbild herunterladen
 

von tag zu tag mert, vnd sieh, das sein gnaden frewd ab mir nymbt, das sein kunigliche wirde sieht meinenfleis vnd gutz regiment, so ich han mit den knechten, auch sonst merckt mein grnut vnd guten willen, dannsein kunigliche wirde teglichs mit mir hanndlt. Auch so die Spanier sehen mein haiindlung vnd regiment mitden knechten, vnd das sy erfaren haben, in was stanndts ich bey ewer kuniglichen Majestät bin, so erbietensi mir so groß ere, vnd werd so wol von inen gehalten, das ich ewer kuniglichen Majestät nit verleben kan.Es hat der kunig von Arragoni dreymal zu meinem gnedigen herrn von Castili geschickt, vnd an sein gnadenbegern lassen, mich mit den knechten abzefertigen vnd wegschicken, vnd ich bin durch kunigliche wirde vonCastili vnd ander warlich bericht, das der kunig von Arragoni sonst ab niemant mer scheuch hat, dann abmir mit den teutschen knechten. Aber kunigliche wirde von Castili wil die knecht auf den kunig von Arra-goni halten, vnd insonder di auf seiner gnad leib zewarten, vnd als er in den lannden gethan hab, so well sydarnach sein gnaden auf die vnglaubigen schicken. Es ist auch hie von kuniglicher wirden von Castili zue-trineken vnd truncken trincken edlen vnd vnedlen verboten bey grosser straff, vnd ewer kunigliche Majestätkan nit glauben, das mein volckh so eins guten regirnentz ist. Allergnedigister herr, wiewol ich hier, als ichewer kuniglichen Majestät vor angezeigt han, wol gehalten bin, so gedenckh ich nichtz destinynder hindersich heim, an mein haus, weib vnd kinder, vnd nemlich an den last, darinn ich, graf Felix von Werdenberg') etc.vnd mein son seien, aber nichts destmynder mit meinem dinst mit bestem vleis fürfarn, dann ich mir fürsetz,so ich kuniglicher wirden von Castili, ewer kuniglicher Majestät son, wol dien, vnd mir gnedig sei, so habich ewer kuniglicher Majestät auch wol gedint, vnd mit gnaden geneigt, vnd will mich darauf verhoffen, ewerkunigliche Majestät werd in meinem aussensein mein weib vnd kinder gnedigclichen schützen vnd schirmen,vnd mich ewer kuniglichen Majestät als meinem allergnedigisten herrn vndertenigclich beuolhen haben wil.Datum in grosser eil, zu der Krön in Galicia, an dem 12. tag May anno etc. sexto. Ewer kuniglicher Maje-stät vnderteniger

Wolf graf von Eurstenberg.

Gnedigister kunig, ich verkimd ewer kuniglichen Majestät, das mein gnediger herr von Castili etc.iezt zu zehen malen mit mir geessen hat vnd änderst nichtz essen wil, dann was auf mein teutsch gekocht ist.

Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 143—149 nach dem Abdrucke bei Gassler, Beyträge zur deutschenSittengeschichte des Mittelalters, Wien 1790, S. 170—176.

1506, Juni 4. St. Jago. Wolfgang Graf zu Eurstenberg „(der) wolgeborenen Elisabeten grefin von,(sie) grefin zu Fürsten(berg), meiner hertzlieben (gemalel), in ir handt".

„Herz lieber gemalel, ich hab dyr zu dickermal geschriben vnd dir verkunt, das ich fristh vnd ge-sunt bin vnd mir von gotz genaden wol gat, in hofnung zu got, es sol dir ach wol gang vnd das du och ge-sunt bist, vnd las dich wissen, das der kunyg vnd wir al hie zu Sant Jackcop send, vnd morgen der kunigvnd wir al hie weg zyeen, in das kunigrych Spay°) zyeen, in hofnung, der kunig werd syn sach balt wsrich-ten; so wil ich, ob got wil, mit freden vnd eren balt zw dir kume. Ich hab och mim sunWilhalm vnd Wer-denberg 2 ) guot brief jetz gesrib, vnd stat ir baider sach, des ich hof, gantz wol; den warlech der kuing wirtsy nit verlassen, wye ich dir wol sagen wil. Ich las och dich wissen, das es Friderrich, vnsem bayder sun,gantz wol gat 3 ), vnd lert gantz wol welsch vnd sust wil guotter stuck, vnd halt sich gantz wol vnd recht;syn her hat in so lieb, das wunder ist. Ich kan dir nit schriben, in was wessen ich bin, es ist gros. Ich hab

a) Ueber ausgestrichenem: Spang.

1) Derselbe hatte eine Schwester der Bona von Neufchatel zur Frau, war also der Schwager des GrafenWilhelm von Fürstenberg. 2) Dem Grafen Felix von Werdenberg. 3) Man darf daraus nicht mit

Münch schließen, dass sich Friedrich mit seinem Vater in Spanien befand. Derselbe weilte vielmehr bei ErzherzogKarl in den Niederlanden. Vergl. auch oben, Nr. 410, b u. e, und unten h.

IV. 48

HHH|

■ -. - '

Hl

SSM

1 ■■■■.■■■

WM:

Wm

ms

■ ,.■■.-.-

Hfl $$$&