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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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Esüs*

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1506.

och ain gros last vf mir, aber von gotz genaden gat es mir wol, in hofnung zu got, ich wel es wol wsprin-gen; darwm bis frelich vnd duo das best, altz mir nyt zuiffelt, so solt duwn zuiffel sin; ich wil mich so haltenbi dem kuing, das es vnser baider kinder vnd dir vnd mir zu vil guottem kumen, das du balt innen werdensolt. Damit bewar dich got vnd alles, das vns zustat. Min hant. Dattum zu sant Jacob in Galetz am 4. Juni1500 vnd 6 jar.

Pap. Or., eigenhändig. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt hei Münch a. a. 0. 433; Eothv. Schreckenstein a. a. 0. 148.

1506, Juni 26. Buonfort in Castilien. Graf Wolfgang zu Fürstenberg an seine Gemahlin, GräfinElsbeth.

„Herz lieber gemalel, din schriben ist mir worden, vnd das ich erfynd, das du vnd vnser baiderkind frist vnd gesund send, bin ich von herz hoch erfret, vnd las dich wissen, wyewol ich vil heschwerd ge-hapt hab, das ich doch frist vnd gesund bin von goz genaden vnd das es mir ganz wol gat, vnd in hofung,ich well erdennen, das es dir vnd mir vnd vnser kynder vil nuz vnd er pringen sol; ich wil och mich darzuflissen vnd in hofung, das alles zu erlangen. Ich las och dich wissen, das der kunig vns alle nit verlassenwirt vnd myn suns Wilhelm vnd sim gemalel ganz genedig ist, vnd der kunig wirt im in Welstlanden ainbefelch geben, vnd wirt ain gros her; lert er weist, als man mir sagt, er 1er guot weist, darwm wirt sin sachganz wol stain, des hab kain zuiffel. Friderrich, vnser baider sun, lert ganz guot weist vnd lettin vnd istganz gesick; der herzig ') hat in lieb, er kan syngen, er kan danz vnd vf dem elafacordy wol spülen vnd istgesickter, den ich mich gen im versenen het, vndwn zuifel, sol er lehen vnd fert für, wie er angefangen hat,so wirt er ain gros her werden, er wirt myt sym heren in Spanyn zyeen vnd da bi im beliben. Darwm sohab ain ciain mytliden mit mir, ich wyl palt kumen vnd wil minnen kynder ayn fues machen, das in guetwirt sin vnd das du vnd ich in nyt vil gehen derfen, sunder vns helfen, wye du das alles balt von mir selbsberycht solt werden. Darwm due das best, wil ich och duen. Damit hewar dich got. Min handth.

Zu Buonfort in Kastüle den 26. tag June anno sexto. W. g. z. Furstehberg etc.

Aufschrift: Der wolgeborenenElzbetten greffin zu Furstenberg, mynner herz lieb gemalel, in ir hand.Pap. Or. ohne Spur eines Siegels. Donaueschingen.

1) Erzherzog Karl.

1506, Jan. 2.

Linz-

411. König Maximilian nimmt Frau, Kinder und Besitzungen des Grafen Wolf gang vonFurstenberg, der in die Dienste König Philipps von Castilien tritt und ausser Landes

zieht, in seinen Schutz.

Wir Maximilian, von gots gnaden Römischer künig, zu allen tzeiten merer desreichs, zu Hungern, Dalmatien, Croatien etc. künig, ertzhertzog zu Osterreich, hertzog IIzu Burgundi, zu Brabant vnd phaltzgraff etc., bekennen vnd tun kund offenlich mitdisem brief: Als der wolgeborn, vnser vnd des reichs lieber getrewr Wolfgang II grafzu Furstenberg, vnser hofmarschalh, oberster hawbtman vnd landtuogt im Elisas vndder Ortennaw, in des durchleuchtigen herrn Philipsen, zu Castilien, Leon vnd Granaten.kunigen, ertzhertzogen zu Osterreich, printzen zu Arogan, hertzogen zu Burgundi vnd