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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1506.

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„Hertzlieber gemalel, ich laß dich wissen, das ich frist') vnd gesunt bin von gotz genaden, in hof-nung zu dem almechtigen got, du segest mit sampt vnser baider kinder och frist vnd gesund, vnd las dichda bi wissen, das der kuing vnd wir al mit im noch in Kornwallen ligen, vnd nyt haben muygen dar vskomen, sunder das wetter so bes ist, das wir vns nyt deren 2 ) vf das wasser wagen, vnd warten al tag guotzwetters; wen das kumpt, so faren wir hin in Spange; vnd ich hab gantz darfur, das wir in 5 tagen nachtattum dis bref vff syn werden vnd in Spange faren werden. Des alles hab ich dir nit wellen verhalten, vndbit dich dar vf gar fruntlich, du wellest dahaim das best duon, altz mir an dir nyt zuiffelt, das wil ich wnzuinel och duen, vnd mich vf des beltest, so mir muiglich ist, wider haiin fuegen vnd mich darnach, so vilmir muiglich ist, da haim beliben, das solt du innen werden. Ich bin fer von dir, got helf vns baiden mitfreden wider zusamen, damit bewar dich got. Min hant. Tattum im haffen in Kornwallen frittag nach Mit-fasten in 1506 jar.

Vns baider sun Friderrich halt sich wol, nyt waiß ich, wie es Willem gat vnd wye er sich halt, dasalles laß mich wissen vnd wie es dir gang.

Pap. Or., eigenhändig. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Münch a. a. 0. 432; Eothv. Schreckenstein a. a. 0. 142.

1506, Mai 12. Coruüa. Wolf Graf von Furstenberg an König Maximilian.

„ Ällergnedigister kunig, nachdem ich ewer königliche Majestät von hie aus geschriben vnd entdeckthan kunig Philipsen von Castili etc., meines gnädigen herrn zukunft in Galicia, auch daneben ewer kuniglichenMajestät zuuersteen geben, was ich news erfar, ewer kunigliche Majestät albeg auf der bost zuberichten, dem-nach fueg ich ewer königlichen Majestät zuuernemen, das alle fursten, grafen vnd grossen herrn aus Spanivnd sonst allenthalben aus den lannden hieher kommen, mit vil volckhs vnd kunigcliche wirde von Castili etc.,ewer Majestät son, mit grossem lob, ern vnd frewden emphahen, vnd sein gnaden für irn rechten kunig vndherrn erkennen vnd haben wellen, vnd ist souil folcks hie, das nit möglich das vnderzebringen, das aber demkunig von Arragoni s ) gantz widerwertig ist von den hern, vnd sy thun das vber sinen willen. Zum andernlaß ich ewer kunigliche Majestät wissen, das die fortun vnd sturmweter auf dem wasser kuniglicher wirdenvon Castili grosser nutz vnd glfickk gewest ist; den solt sein gnaden mit gutem windt furgefam vnd zu La-retta 4 ), als seiner gnaden meynung vnd furnemen was, ankommen sein, so wer sein kunigliche wirde mitallem volckh verraten, verkauft vnd gefangen gewest, oder vileicht gar erslagen, das mir nit zweifit, ewerkuniglichen Majestät von kuniglicher wirden von Castili etc. bas vnd grüntlicher bericht ist, dann ich jetztthun kan. Dann warlich sol mir ewer kunigliche Majestät glauben, das der kunig von Arragoni so valsch,bos vnd ewer kunigliche Majestät son kunig Philipsen von Castili so gar widerwertig ist, das ich ewer kunig-lichen Majestät nit erschreiben kan; dann mocht er sein gnaden vmb leib, leben vnd von den landen bringen,des wer er zutun geneigt, vnd kuniglicher wirde von Castili bedurf sich nichtz gutz noch bey ime versehen,vnd kumbt änderst aus keiner sacken noch grundt, dann das die grossen herrn von den landen seiner kunig-lichen wirden so gantz geneigt vnd anhengig seien, dagegen sich aber kunig Philips von Castili, ewer kunig-lichen Majestät son, so weyslich vnd trutzlich helt, vnd sich sambt den herrn, so hie seien, dermassen schickt,das ich gantz darfur haben wil, sein gnaden bald vber Spani vnd die andern land gwaltiger kunig vnd herrsein werd, wie wol es der vertrag 5 ), so baid kunig miteinander haben, nit innhelt, aber die Spanier den kunigvon Arragoni nit leiden, sondern ine aus den landen vertreiben vnd kunig Philipsen von Castili zu einen kunigvnd herrn halten werden. Gnedigister kunig, es ist kunig Philips von Castili, ewer kuniglicher Majestät son,

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1) Oder frisc? = frisch. 2) Dürfen. 3) K. Ferdinand der Katholische. 4) Roth von

Schreckenstein vermuthet wohl richtig Laredo an der Küste von ßiscaya. 5) Der Vertrag von Salamanca;

vergl. darüber Roth v. Schreckenstein a. a. 0. 128, 129.

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