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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1506.

gewarten, wen das sohif wnder gang. Das ist och min trost gewessen, das ich ain guot schif vnd schifmangehept hab, der was alweg guott trost. Ich wil dir nit mer schriben darvon, den das wir al in grossenangst") vnd netten gewessen sind, vnd hilft mir got vom dem wasser, so hab ich darfür, das mich kaynmensc mer vf das wasser pring, doch hab ich es nit verret; wir haben noch wol 200 mil, hinwiber zu faren,got helf vns al hinwiber. Das alles hab ich dir nyt wellen verhalten, damit du vnd, die mir verwant send,wissen, wie es vns allen bis vf dissen tag gangen ist, den ich wol wais, das man sagen sol, das wir al er-trungen segen. Ich furcht, wir haben grosser schaiden genumen, den wir al noch wissen. Damit bis got vndsinner lieben muotter befollen, des geliehen al min luit, vnd ob got wil, so wil ich balt wider zu dir kumen,des wil ich mich verlassen. Was mir och witter begeget, wil ich dich wissen lassen. Tattum zu Fallenmuettin des kuing von Engellant den lesten tag Januari, anno sexto.

Pap. Or., eigenhändig, mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Müneha. a. 0. 429; Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 137.

1506, März 27. Bernhardt Graf zu Solmß und Herr zu Myntzenberg „der wolgeborenen Elyzabet,geporne von Solms, grauin vnd frawen zu Furstenberg etc., meiner freuntlichen lieben swester."

„Mine fruntlichen willigen dinst vnd was ich liebs vnd gutz vermag zuuor, wolgeborene freuntlichehertze liebe swester, ich laiß uwer liebe wissen, daz eß von den gnaden gottes'vnßer swestern broider vndwip vnd kinden allen wole (sie), derglichen vnßer swester silegen kinde auch, vnd laißen vch wissen, daß minfreuntlich liebe gemäle ytzunt vor diesen nesten Fassennacht eynß jungen sons gnedigliche entponden, wiewoel vast harth yr zu gestanden, vnd heyßet nach vnßer beyder bruder Wolfge. Bitt uch hie mit, vnß auchzu schriben aillr (sie) entpieden, wie eß uch, uwern kinden ghe, vnd nach dem ich hie vor gebetten, mich wissenzu laißen, wie eß doch graue Wilhem ghehe in sinem nüwen elichen staett, vnd wo er doch huß halt, wie eßime gefalle vnd abe auch die ehe, dwil er junge ist, erlyden möge, abe er sich auch zu erben vnd die vonMörsperg ') redlich anstellen. Eß stett soist von gnaden gottes hie allenthalben wole, der glichen wir allevon üch vnd allen dem üwem allezyt gern verneinen wolten. Ich verstehe auch, daz eß üwerm lieben ge-niale by konig Philipps wole ghe, vnd habe ime den orden 2 ) geben, daruon er jars funfzehen hondert güldenader besser habe; wie wSle sie vff dem wasser große ebentüer gestanden, so sin sie doch mit gnaden hinoberkomen, aber etliche schiff mit des königß cammer knaben vnd droßeren sin verdronghen, als man sag. Mynvetter von Nassawe haist sin zwe dochter ytzunt vor Passennacht bygelacht, auch so ist sins sons hußfrawgraue Henrichs ytzunt by yme hie vß, biß so lange yr gemäle, myn vetter, auch her widder kompt, der auchmitsampt graue Wolfe, uwern lieben gemäle, mim lieben swager, mit kunig Philipps gezogen ist. Hiemitsyet gott langzyt frolich beuolen, mit sampt were uch lipt ist. Bitt uch hiemit, vnßer gwiß bott zu sin vndvon wegen myns freuntlich lieben gemäle vnd myn, uwern kinden vnd zuuor der von Mörsperg vnd irm hern,auch graue Wilhem vnd siner gemäle, von vnßer beyder wegen vil glucks vnd tüsent guder nacht zu ent-pieden. Wil derglichen vnd großer gern vmb uch willige freuntliche dinst zu bewisen gern verdienen. Da-tum in yle mynne hant vff fritag post Letare anno 1500 sexto.Pap. Or., eigenhändig, Donaueschingen. Nach demselben gedruckt bei Eoth v. Schreckenstein a. a. 0. 140.

e. 1506, März 27. (Palmouth). Wolfgang Graf zu Furstenberg „der wolgeborenen Elzbetten greffen

zu Furstenberg, miner hertzlieben gemalel in ir handen."

a) Or. verschrieben: ganst.

gang.

1) Freiherr Jacob von Mörsperg und seine Gemahlin Margarethe zu Fürstenberg, Tochter des Grafen Wolf-2) Vom goldenen Vließ. Vergl. oben Nr. 405 zu 1505, Nov. 17.