Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
306
Einzelbild herunterladen
 

m»M

306

1502.

ainich wege wider recht dringen, sollen wir in obgeschribner mass darzu thun vnd syschützen vnd schirmen, als sich geburt. Wir sollen vnd wellen auch all vnd yegklichglaydt in derselben vnser Verwesung zu iren gnaden handen handthaben vnd das al-beg ainer tewgenlichen person beuelhen. Wann aber sein kunigklich Maiestat irergnaden lanndtuogtey vnd hawbtmanschaft brieflich oder mundtlich erfordern, des seinkunigklich gnad altzeit macht hat, alsdann sollen vnd wellen wir seiner Maiestat desalles on irrung vnd widersprechen mitsambt allem dem, so vns damit oder darnacheingeantwort ist, irer Maiestat zugehörend abtreten vnd einantworten, alles getrewlichvnd vngeuerlich. Mit vrkhvndt ditz briefs, besigelt mit vnserm aigen anhanngendeminnsigl,

geben zu Innsprugk an dem dreytzehenden tag des monets February nachCristi geburde funftzehenhundert vnd im andern jare 2_t ).

Das Siegel des Ausstellers.Pen?. Or. München.

1) InKomischer kuniglicher Majestät missiuen", Band von anno 2, fol. 39., Innsbruck, findet sich:1502. Vnderrichtung auf den stat, der zuSwats königlicher Majestät vberantwort ist worden.Landtuogt inElsass hat jerlich 1600 gülden; will not für kunigklich rnayestat sein darein zu sehen, ob den einspenigen, soer hat, abkündt vnd die durch in versoldet würden oder daz im sein sold vmb souil geringert werd".1507, März 19. (fritag nechst nach dem sontag Letare Mütteruasten) bevollmächtigt Wolfgang Graf zu Für-stemberg etc. seinen getreuen lieben Cünrat Dierberger von Fürstenberg, Zeiger dieses Briefes, seinen von derLandvogtei verfallenen Fronfastensold in seinem Namen bei der königlichen Kammer zu Inßprugk zu erheben.Pap. Or. (auch das Concept) mit dem vorn aufgedrücktenbütschet insigele" des Ausstellers (dasselbe zeigtden füistenbergischen Schild ohne Helm und Umschrift). Donaueschingen.

2) Am selben Tage gibt Wolfgang Graf zu Furstenberg etc., von König Maximilian zu seinem obri-sten Hauptmann und Landvogt in den vorderen Landen bestellt, seine Zustimmung dazu, dass, solange ersich am königlichen Hofe oder anderwärts aufhalte und die genannte Hauptmannschaft und Landvogtei per-sönlich nicht verwese, von seinem Solde von 1600 Gulden 400 Gulden seinem Schwager, dem edlen CasparFreiherm zu Mörsperg und Beffort, königlichem Käthe, oder wem der König sie verschaffen wolle, ausgefolgtwerden. Geben zu Innsprugk am 13. February 1502. Das Siegel des Ausstellers. Perg. Or. München.

3) 1502, Mai 6. (fritag nechst noch Vnsers heren Vffartstag) stellt Graf Wolfgang etc. dem Schuld-heißen, Rath und ganzer Gemeinde zu Ensisheim über die Huldigung, die sie auf Befehl des Königs ihm alsihrem Landvogte geleistet, Revers aus und verspricht sie bei ihren Freiheiten, Rechten und Herkommen zuschirmen. Perg. Or. (das Siegel fehlt) im Staatsarchive Basel.

4) 1502, März 14., Innsbruck, beurkundet König Maximilian die Ernennung des GrafenWolfgang zu Fürstenberg zu seinem Hofmarsehall.Als wir den wolgeborenen, vnsern liebengetrewen Wolfgangen grauen zu Fürstemberg, vnsern rat, obristen hawbtman vnd landtuogt im Elsas, zuvnserm hofmarschalckh bis auf vnser wolgeuallen aufgenomen, haben wir ime zugesagt vnd versprochen ....,das wir ime auf das ytzkünftig jar von dem gelt, so wir in dem vertrag zwischen vns vnd vnserm getrewenlieben Jörgen Gossembrot, vnserm rat vnd phleger zu Ernberg, aufgericht, auf vnsern hofrat verordent haben,für sold vnd lifrung funftzehenhundert guldin Reinisch geben vnd bezalen wellen, dagegen solle er vns zwölf