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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1499.

vff Mt dato Jorigen von Werenwäg vnd Conraden Bröunig gein Costentz ze rytten vnd by den höptlüten zuarbeiten, das der angezeigt versamlung tag neger vnd so verst als sein möge [angesetzt würde], abgeuertigtvnd hinweggschickt. Das sind diser zyt die loff vnd hendel liieoben, die ich uwer gnaden, sich in allwegdarnach haben zu richten, nit hab wollen verhalten. Datum Engen dornstags nach Inuocauit anno etc. 99.

Wolfgang etc. vnd Diepolt Spät ritter etc.

Pap. Concept mit vielen Correcturen. Donaueschingen. Nach demselben auch gedruckt bei Roth vonSchreckenstein a. a. 0. 67. Der Bericht wird auch erwähnt bei Heyd, Herzog Ulrich, I, 59.

Hier folgen die ausgestrichenen Worte: a) hab. b) befremden vnd. c) die zwen hoptnian. An-

statt dieser ausgestrichenen Worte wurde ein undeutlicher Name geschrieben. d) Klammern im Texte. e) Wasin eckige Klammern gestellt wurde, steht in dem Concepte am Rande. f) Hainrichen. g) ain verreter,

der by inen gelegen vnd alhie betretten vnd angenomen ist. h—i Durchgestrichen und theilweise unleserlich,

k) Statt des in Klammern stehenden sind nachfolgende Zeilen ausgestrichen: vnd alsdann (nämlich nachdem sie denHegau verwüstet haben) gein Stülingeu über graue Sigmunden von Lupfen vnd ouch durch min herschaft, die Bare,zu ziehen, desshalb ich besorg, wa inen nit tapferer widerstand begegen, sie werden an üwer gnaden fürstenthum,als sie im bisher noch glych gethon hond, dan noch biß her nit erwinden, so sein sie yetzo nach daran.

1) Die zu Costentz versammelten Hauptleute und Räthe des Schwäbischen Bundes beschlossen wegen derSammlung des Kriegsvolkes u. a.: »Mein gnädige herren, die grafen von Fürstenberg, herr Cunrat von Schellenberg,herr Hans von Lanndaw mit Rietteschingen, vnd Almsboffer und Hainrich Sigmund von Hewdorf sollen mit ir machtzu ross und zu fuss den nechstn auff Furstenberg zuziehen und im söllichem auf her Cunratten von Schellenberg,der am selben end zu ainem haubtman verordnet ist, ain aufsechen haben vnd seine beschaid gewertig sein«. Co-pialbuch: Vorderösterreichische Regierung, Schwäbischer Bund 1488—1501, fol. 69 v. Ludwigsburg. Uebereinstim-mend hiemit lautet der »kriegliche Rathschlag, von des schwäbischen Bunds Hauptlivten und Räthen zu Costentzwider ein Eydgnoßschaft berathen und beschlossen», mitgetheilt in Valerius Anshelms Berner Chronik, herausge-geben von Stierlin und Wyß, II, 204.

1499, Febr. 23.

251. Constantinus Ebinger ') schreibt an die Stadt Esslingen, Schenk Christoph von

Limburg habe ihm befohlen in Aach zu bleiben; daher sei er nicht hinweggezogen.Im ganzen lägen c. 400 Mann daselbst. Auch Graf Wolf von Fürstenberg und Die-polt Spät hätten ihn gebeten zu bleiben. Die Schweizer lägen in der Nähe in zweiLagern, 10—12,000 Mann stark, streifen und brennen bis an das Städtchen her.Fridingen, Steußlingen, Homburg und Rossneck die Schlösser und manches Dorf seienverbrannt. Graf Wolf von Fürstenberg und Diepolt Spät haben heute mit einigenReitern und etwa 250 zu Fuß bei 60 Schweizerknechte, die zu weit zurückgebliebenseien, erstochen. Sonst sei noch kein Scharmützel oder Schlagen erfolgt.

Aus dem Esslinger Archive bei Klüpfel, Urk. z. Gesch. des schwäb. Bundes, I, 295.1) Esslinger Hauptmann.

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