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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1499.

allerhöchsten getrüwlich darstrecken, vngezwiuelt, es werde von andern pundsuerwandten dermaussen ouch ge-schehen. Wollet vns ouch verstentlich berichten, wie die Sachen diser zytt gestallt syen, mit was macht dieEidtgenossen auff vnd was ir fürnemen sig, deßglichen wie sich der pund dargegen schicke, wie sich jedermandarinn mit dem zuziehen hallt, ouch ob ettwar dem pund oder den Eidtgenossen zuziehe, vnd wer dieselbensyen, mitsampt anderer nottdürftiger vnderrichtung, souil ir des von üch selbs vnd vsser erfarung wissen hapt,damit wir vns demselbennach ouch destbaß wissen zuhalten. Ouch so wollet der sach dest ernstlicher vndvlyssiger aufsehen haben, damit vns als der sach dem gelegnesten nit am maisten beschedigung zugefügtwerde, als villicht ertlicher meynung sein möcht, vnd hierinn getrüwen vnd vngesparten vlyß nach vnsremvertrüwen fiirkeren, wollen wir vns zu üch gentzlich versehen, ouch mit sondren gnaden beschulden vnd er-kennen. Datum Stutgarten sampstags nach Valentini anno etc. 99."

Pap. Orig. mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben auch gedruckt bei Freiherrn Rothv. Schreekenstein, Wolfgang Graf zu Fürstenberg, Landhofmeister des Herzogthums Wirtemberg als oberster Feld-hauptmann des Schwäbischen Bundes im Schweizerkriege des Jahres 1499. (Wien. 1866. S. A. aus d. Archivf. Kunde Österreich. Geschichtsquellen, Bd. XXXVI), S. 64. Erwähnt wird dieses Schreiben bei Münch I, 435,hier jedoch unter unrichtigem Datum, und bei Heyd, Gesch. des Herzogs Ulrich von Wirtemberg I, 58.

1) S. die folgende Nr. d.

1499, Febr. 16. Herzog Virich und sein geordnetes Begiment an die Hauptleute und Räthe desBundes zu Swaben, jetzt zu Costentz versammelt: „Vnsern früntlichen vnd günstlichen grus zuuor, wolge-bornen lieben oheimen vnd besondern. Vf hüt an morgen ist vns üwer schryben aber zukomen, darinn irvns der Aydtgnossen fürniemen vnd beschedigung gegen königlicher mayestet vnd puntsuerwanten (zu erke) a )nnen geben, mit ernstlicher vfmanung mit macht zu (roß v)nd fuß zuzeziehen etc., das wir haben ver-nomen vnd achten (wir, da)s nuemer, vf üwer vns nechst derglych schryben, die v(ns)ern in mereklieher zaldaoben, vnd ouch noch vf dem weg syen, wie wir dann vnserm landthofmaister deshalben zu handeln ouchgeschriben vnd beuolhen haben, vngezwyuelt, ir werden by dem selben abniemen, das vnsernhalb an trostlicherhilf nit mangel sy, aber so man also zusamen kompt, vnd mit solichem mereklichen costen nicht mer schaffensol, dann also stilzuligen vnd zuwarten, was die Aydtgnossen tun wollen, bedunckt vns damit der sach nitgeholfen, sonder sölichs dem pundt ain mereklieher abbrach sin, dann mit dem costen, des man sich hernachzu eroberung der sach gebrachen solt, in die her oder ainem yllenden fürniemen, wurdet yetzo vergeben nichtgehandelt, vnd in niemands vermögen also mit macht vngeschafft alda zu uerharren, sonder welher by denersten zuzücht, der wurdet des costenhalb des letsten nit mögen erwarten vnd mag dardurch Zerstörung vndschaden disem des punts fürniemen wol begegen. Aber so wir das anligen diser vfmanung so ernstlich mereken,wolt vns nochmachs (not)türftig vnd gut ansehen, wie wir üch in nechster vnser (schri)ft ouch angezögt haben,das zum furderlichsten ain tag (an dartz)u gelegen end fürgenomen vnd dartzu allen puntsuer(wandten) zu-schicken geschriben, vf dem der handel, nach dem er.........vnd gross ist, für ougen genomen vnd stat-

lich g(ere)dt vnd geratschlagt wurd, wie vnd was darinn, es wer zu täglichem krieg oder mit ainem stryt,furzuniemen wer, vnd in demselben ouch die mas gehalten, damit yedermans hilf statlich dartzu gedienenmöcht. Das bedücht vns dem gantzen handel eroberlich vnd nützlich ouch verantwürdtlich sin, daramb wirüch ouch sölichs (in) gutter maynung anzögen, ongezwyuelt von üch, (ir werde)t darinn die vnd ander nottürftnit vnder(lassen), betrachtlich vnd wol zuerwegen; dann al (da)s, so wir schuldig syen, sol by vns nicht mang(el)haben, dasselbig nach vnserm vermögen zuthund vnd mer vnd nit minder. Datum Stutgarten vf sampstag vordem sontag Inuocauit anno etc. 99."

Gleichzeitige Pap. Copie aus der herzoglichen Kanzlei, dem Schreiben vom nämlichen Tage (s. vorher-gehende Nr.) beigelegt. Donaueschingen. Nach derselben auch gedruckt bei Roth v. Schreckenstein (a. a. 0.66), von dem auch die Ergänzungen rühren.

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