Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
223
Einzelbild herunterladen
 

ssüs

1499.

223

allen verwandten des bündts, desglicbn gemeinem bundt vnd yegklicbem insonder mercklichs vnd vil an dersach gelegen ist, wie ewer fürstlicb gnad vns vngezwiuelt selbs wol ermessen kan, ersuchen wir euer fürstliehgnaden, wie vns in kraft der aynung des bunts zum höchsten zu thun gepurt, vnderthänigklich bittende, sywolle von stund an one allen verzug zwaytusend fußknecht vnd, souil euer fürstlicb gnaden raissigs züg ge-hoben mag, ordnen vnd schicken, den nechsten auf daz Hegow zuzeziehen vnd daselbst vff weyttren beschaidzu warten vnd nichtz desterminder sunst mit gantzer macht lut der aynung nach höchstem vermögen in rüstuno-zu sein auf daz, so wyter not sin wurd, alsdann one verzug wissen zuzeziehen vnd hierinn keinerlay hinde-rung oder verziehen tlran, sonder sich so fürderlich vnd gnedigklicb erzaigen, als die notdurft der sachen er-uordert. Des wollen wir vns gentzlich zu euer fürstlich gnaden getrösten, auch sollichs vmb euer fürstlichgnaden vnderthanig vnd mit gantzem willen verdienen. Datum sambstag vorEsto michi anno etc. 99." Siegelzum Verschlusse aufgedrückt.

b. 1499, Febr. 15. Dieselben an den nämlichen. „Ewer fürstlich gnaden schreyben, vns yetzo gethän,haben wir vernomen vnd dabey euer gnaden lanndthofmaister, graf Wolfgangen von Fürstenberg a ) auch ge-hört, der maynung, das wir in ansehung der sorg, darinn euer fürstlich gnaden von dem lannd vnden herauffsteen muß, an zway tausent fußknechten vnd etlichen raisigen diser zeyt benugen haben sollten etc. Alsovnd weyl wir nu yetzo glauplichen bericht haben, das die Aidgenossen zu sampt dem hör leger, so sy in könig-licher Majestät erblannd bey Veitkirch haben, yetzo mit allen anndern pannern auf sind, entlich der maynung,in das Hegöw zuziehen vnd die von bundt vnd ander anstösser zubeschedigen, auch die Sachen sich mitsolchem ernst schicken, wa nit mit aller macht dagegen gethan wirdt, das kein widerstannd beschehen mag, er-suchen wir euer fürstlich gnaden in crafft der aynung, mit gantzem ernst vnd vleiß zum höchsten bittende, euerfürstlich gnaden wellen dise not zu hertzen nemen, vnd vber die zwaytausent fußknecht, so sterckest euerfürstlich gnaden zu roß vnd fuß kund oder mug, eylennds in daz Hegöw schicken vnd königlicher Majestät,auch vns vnd gemeinen bundt hierinn nit verlassen. Ob dann euer fürstlich gnaden von yemand vberzogenwurd, wollen wir euer fürstlich gnaden vnd irem lannd mit allem vnserm vermugen auch trewlich zuziechenvnd nit verlassen, auch sollichs in gutem nymermee vergessen, sonnder vndertenngklich vnd mit gantzemwillen verdienen. Datum in gantzer eyl freytags zunacht vor Invocauit, anno etc. 99. 1; Die Siegel zum Ver-schlusse aufgedrückt.

a und b nach jüngeren Abschriften im f. f. A., die vom Pap. Or. (wo?) genommen wurden.

pa) Correctur des Or. für: Otingen.

c. 1499, Febr. 16. Herzog Ulrich von Wirtemberg und sein Eegiment an Grafen Wolfgang von Fürsten-berg, seinen lieben üheim, Landhofmeister, und an Conrat Brüning, seinen Secretarien, sammt und jeden be-sonders zu eigenen Händen. „Vnsern früntlichen grus zuuor, wolgeporner lieber öheim vnd getrüwen. Wirhaben bouptlütten vnd rätten des Swäbischen punds, yetzo zu Costentz versammelt, geschriben lutt hierinn-ligender copy J ), vnd ist vnser guttbeduncken, ouch ernstlich meynung vnd befelh, ir wollet by den bemelltenhouptlütten vnd rätten fürdern vnd mit vlyß daran sein, das alle rätt vnd stend des punds an ain gelegenmalstatt fürderlich vnd vnuertzogenlich beschriben vnd durch dieselben gerautslagt vnd beslossen werde, wieman sich zum krieg schicken vnd ob man den auff ain veldstritt oder täglichen krieg stellen wolle, damit sichyederman daryn wißte zuschicken, vnd den vinden dester stattlicher widerstand geschehen möcht, wie dann dieobberürt copy mit ferrerm begriff aigentlich antzeigt. Dann nachdem wir nü mer ain merckliche antzal innvnserm costen haben, wo man dann also sölt still ligen, wißt ir, das inn vnserm vermögen nit ist, denselbencosten zu erlyden, deßglichen, achten wir, andern ouch geschehen würde. So man sich aber, wie obstett, ainerbeslüßlichen meynung vereint, wollen wir, es sig zum veldstritt oder täglichen krieg, vnser vermögen zum

ms/Mi

''*'•'.■

88§S

Eöasa"

g&jpg

Irena

■n

■ .

W8m

aSJäwS

■

msm

«IIP

'Mm

H

Wim

H|w

$^11»

^H