Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
220
Einzelbild herunterladen
 

■M

sP*w«ifi

mm

sansa

220

1498.

vnd weidwerck, wie obstat, zu gebruchen verwilgen vnd zulassen. Welcher sich ouch des anders gebrachte,dan wie erlopt ist, den wurde sin gnad allweg daramb straffen nach gestalt der sach.

Sin gnad verbüt ouch all den seinen, das sy mit frembden lüten, vsserhalb seiner herrschafft gesessen,nit jagen noch hagen in gemeinschafft noch sunst yemas frembden zu inen ze nemen, der in jagen helf.

a) Gefill = Collectiv von Fell; s. Schnieller-Frommann, Bayer. Wörterbuch, I, 709. b) Immen, Bienen,

c) Wohl jene Vorrichtung, welche v. Fleming, Der vollkommene teutsche Jäger (Leipzig, 1749), S. 242 unter demNamen Schlagbaum beschreibt und welche noch heute (vergl. Regener, Jagdmethoden und Fanggeheimnisae, 3. Aufl.Potsdam, 1864, S. 102) unter dem letzteren Namen bekannt ist. d) Gegen das Gebot den Hunden Bengel

anzuhängen richtete sich im Bauernkriege eine der stehenden Beschwerden der Baiiern.

1498, Dez. 25.

245. Graf Wolfgang (von Fürstenberg) bestellt den festen Hanß von Reckenbach zu'

seinem Diener und Oberamtmann im Küntzigenthal gen Husen in sein Schloss, „allvall, geläß, frefel vnd ander oberkeit vnd amptshendel zu rechtuertigen, zu uertadin-gen vnd sust ob allen Sachen in vnserm namen zu uerwalten vnd zu sindt, als obwir selb gewertig weren." Als jährlichen Sold bestellt ihm der Graf „40 fl., einfuder win, in vnserem costen in sin huß antwurten, vnd zwen füder win farren, woer die koufft, in vnserem costen biß gon Husen, 20 fierteil körn vnd 60 firtel habe-ren, vff dry pferd hew vnd stro gnüg vnd all wochen für 1 Schilling rh. visch vffdas schloß, beholtzung vnd zu. rüten vff vnserem gütteren zum schloß vnd die gartenvmb das schloß zu nutzen vnd cleider vff sin lib vnd dennacht ouch vsserhalb sinshuß in ampts vnd vnseren geschafften in cost frynalten vnd sin hußrat gon Husen,ouch wider heym gon Zimeren füren, alles vngeuärlich.

Zu vrkundt sindt diser zedel zwen vß einander geschnitten vnd geben ist vffWinachten anno 99."

Gleichzeitige Copie im Kinzigthaler Lagerbueh v. 1493, p. 263. Donaueschingen.

1498, Dez. 28.

246. Rudolf Graf zu Stütz, Landgraf im Cleggew, schreibt dem wohlgeborenen Wolf-

gang Grafen zu Furstemberg, Landgrafen in der Bar und Herrn zu Husen im Kintz-gerthaletc, seinem freundlichen, lieben Schwager: derselbe wisse, dass laut der Heirats-abrede zwischen ihm (Grafen Rudolf) und Fräulein Margretten von Sunenberg aufnächstvergangenem st. Gallentag von dieser seiner Gemahlin, „frewlin Margreten",

$1^11111

WMF

Wmg&mm