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1498.
1498, Mai 28.
233- Den Reichstag zu Freiburg betreffend. „Graue Heinrichen von Fürstenberg sol
man schencken vnd eren mit einer sondern früntschafft. ettwa in geheym, vnd nitals eim marschalckh, sonder als zu dem wir sust ein gut hertz haben. Dise ding sindvff montag nach Exaudi vor vollem raut gelesen vnd beschlossen, wie vorlüt. 98."
Aus den Protokollen des Freiburger Stadtraths. Schreiber, Urkb. der Stadt Freiburg II, 630.
1498, Mai 28. Reutlingen.
234. Kaiser Maximilian belehnt den Grafen Wolfgang zu Furstemberg, Landhof-
meister, anstatt des hochgeborenen Grafen Virich zu Wirtemberg und zu Mümpelgart,der noch nicht zu seinen vogtbaren Jahren gekommen, mit dem Fürstenthume Wir-temberg und der Grafschaft Mümpelgart').
Geben in seiner und des hl. reichs stadt Rewtlingen am 28. tag des monatsMayen 1498 etc 2 ).
Das kaiserliche Siegel an blau-weiss-rother Schnur.Perg. Or. Stuttgart. B. Vollständig gedruckt bei Sattler, Geschichte des Herzogthums Würtenbergunter den Herzogen, I, Beylagen, p. 34, Nr. 14.
1) Die Bepertorien (16. Jahrhdt.) des sog. Schatzarchivs, t. V, p. 976, in Innsbruck, verzeichnen: 1498.Ein Lehenrevers von Graf Ulrich von Wirtemberg, als ihm Kaiser Maximilian seine Begalia und Beichslehen,durch seinen Vetter, Herzog Eberhard den andern, verwirkt, verliehen hat, zu Händen Graf Wolfgangen vonFürstenberg als Lehentragers und der 16 Geordneten von der Landschaft. Der u. a. vom Grafen Wolfgangzu Fürstenberg gesiegelte Bevers Herzog Ulrichs ist gedruckt bei Godofr. Dan. Hoffmann, De jure imperatorisveniam aetatis concedendi. Diss. Tubing. p. 70. — Vgl. über diese Vorgänge Chr. Fr. v. Stalin, Wirtemberg.Geschichte, IV, 18 flgd.
2) Am selben Tage (monntag nachts nach der Auffort Cristi) schrieb Hainrich Graf zu Fürstenbergvon Eeutlingen aus an den Grafen Hannsen von Werdenberg: „Wir haben ewer schreiben vernomen vnd fuegeneuch zu uernemen, annfenklich: des von Wiertemberg halb ist graf Virich von Wiertemberg der jung mitsambt den dreyen stennden des fürstenthumbs Wiertemberg vor kaiserlicher Majestät zue Aurrach erschinenvnd auf das ausschreiben, so hertzog Eberhardt vber sy hat lassen außgeen, verantwurtung vud desselbenhertzog Eberhardts Verhandlung offenlich dermassen dargethon, das wier vnsers thayls nit anders merckhenkhünen, das die drey stänndt als from leut gehanndelt haben. Aber hertzog Eberhardts halben ist vor derkaiserlichen Majestät, auch churfürsten, fürsten vnd rähtten solche handlung durch vrgichten vnd auch sonstdargebracht, das soll (sie) sünnd vnd handlung zueschreiben vnd dauon zuereden erbärmlich sindt, vnd wasauß disem grundt, hat die kaiserliche Majestät mit zeittigem raht geordnet, das das fürstenthumb Wüertem-berg dem jungen graff Vlrichen huldigen vnd schweren, vnd werdet der lanndthoffmaister mitsambt den zwelfrähten, wie dann das durch hertzog Eberhardten loblicher gedächtnus gestellt vnd außgericht ist, bisaufverrerder kaiserlichen Majestät beuelch regiern, im ist auch der pan vber das pluet vnd ander obrigkhait zue ge-