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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1498.

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1498, April 1.

Innsbruck.

231. König Maximilian thut dem edlen Hainrich Grafen zn Fürstenberg, seinem Hof-

marschalk, die Gnade, gönnt und erlaubt ihm, dass derselbe sein (des Königs) Haus„hie zu Ynnsprugg zunägst bey vnserm sloss gelegen, so weilend ertzherzog Sigmundzu Österreich, vnser lieber vetter vnd fürst, erbawet vnd ainer genannt Nicoläsih inn-gehabt hat, genannt Heinrichsburg, nü hinfur, alle diewil er vnser dienner ist, inne-haben, besitzen vnd, so er selbs nit hie sein wirdet, durch ander, die ime dartzu ge-fallen, doch wesenlich vnd vnwüestlich innehaben sol vnd mag, von vns, vnsern erbenvnd nachkümen vnd sonst menigklichem vnuerhindert". Baukosten trägt der König.Ist Graf Hainrich nicht mehr sein Diener, soll das Haus wieder frei sein.Geben zu Ynnsprugg an sonntag Judica 1498 etc.

Das königliche Siegel.Perg. Or. Donaueschingen.

1498, Mai. 6.

232. Johans Küch, Landschreiber zu Fürstenberg, schreibt seinem gnädigen Herrn,

Grafen Wolfgang zu Fürstenberg etc., würdtenbergischem Landhofmeister: „als ich vffbeuelch ewer gnaden by dem verzig vnd vffrichtung der hyradt nöttel zu Costentzmins gnädigen herren, graue Rudolfs, vnd mins gnädigen frowlin Margrethen, ewergnaden Schwester dochter 1 ), gewesen bin, ist die sach, als ich acht, nach lut der abredgnügsam verstreckt vnd ist mir von vermeltem grauff Rudolf die missif vberandtwurt;die hab ich, als ich anheymsch kumen bin, vffgebrochen vnd, diewyl die zidt kurtz ist,wolle ewer gnaden zum furderlichesten berichten, wie sich ewer gnaden zum hochzidtschigken oder ewer gnaden beuelhen wöll ze handeln, dann mich bedücht, das ir beyderwyl nit syg langen verzug ze tond, als dann ewer gnaden in dieser miessiff selbs sieht."Datum sunntag Jubilate anno etc. 98.

Das zum Verschluss aufgedrückte Siegel des Ausstellers (unkenntlich).Pap. Or. Donaueschingen.

1) Eine Tochter der Gräfin Anna von Fürstenberg aus ihrer ersten Ehe mit Grafen Eberhard vonSonnenberg. Der Bräutigam war Graf Rudolf von Sulz, später Statthalter zu Innsbruck, wie sich aus einerErzählung der Zimmerischen Chronik, II, 557, 558 ergibt. Auch der Stammbaum in Pappenheims Chronikder Truchsessen von Waldburg, Tabelle II, kennt ihn als Gemahl der Margarethe von Sonnenberg.

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