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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1498'.

d. 1498, April 17. (zinßtag nach Ostertag, Stuttgart). Prälaten, Landhofmeister, Rath und Landschaftdes Fürstenthurns Wirtemberg tibersenden an Schuldheiß und Ralh von Luzern eine gedruckte Darstellungder Landtagsverhandlungen. Das Schreiben ist besiegelt vom Grafen Wolfgang von Fürstenberg, Gregor Lam-parter, Kanzler und Hermann Heller, Landschreiber.

e. 1498, April 28. (sampstag nach st. Marx tag, Stuttgart). Wolfgang Graf von Fürstenberg, Landhof-meister, Dr. Gregor Lainparter, Kanzler, und die verordneten Räthe zum Eegiment des Fürstenthurns Wirtem-berg schreiben an die in Luzern versammelten Räthe der eidgenössischen Orte, sie haben ihr Schreiben erhalten,laut dessen die auf dem Tage in Luzern versammelten Gesandten die Ertheilung einer bestimmten Antwortauf spätere Zeit verschoben haben; zugleich übermitteln sie ihnen eine Druckschrift, woraus sie ersehen, warumHerzog Eberhard die Landstände einberufen habe, und ersuchen sie, andern Gerüchten keinen Glauben zuschenken. Das Schreiben unterzeichnet: „W. G. z. Furstenberg lanth(ofmeister)", dessen Siegel aufgedrückt ist.

f. 1498, Mai 18. (freytag nach Cantate, Ulme). Herzog Eberhard erläßt ein gedrucktes Ausschreibenan alle Kurfürsten und Stände des Reichs, worin er sich über des Landhofmeisters, seiner Landschaft undUnterthanen Verfahren beklagt.

g. 1498, Juni 15. (frytags nach Vnsers lieben hern Fronlychnamstag, Stutgarten). Herzog Ulrich erläßtein gedrucktes Ausschreiben an seine Landstände, Lehenleute, Diener und Unterthanen darüber, wie sie sichbei der nun eingetretenen Veränderung der Herrschaft zu verhalten haben. Er sagt darin: „Deßhalb vnsergütlich bitt, vlyssig vnd ernstlich beger vnd beuelch an uch alle sampt vnd sonder ist: erstlich got dem all-mächtigen, so also barmhertziglieh vnserm vettern vnd uch vnd vnser fürstenthumb fursehen, mit andechtigemgebet, darnach küniglicher Maiestät vnd den loblichen hüßern Österreich vnd Sachsen, derglychen den grauenvon Furstemberg ') vnd ander küniglicher rat von oben anzogt vndertenigen danck haben vnd sagen in allervndertänigkeit vnd fruntschafft, solichs verdienen vnd zu gutem nymermer vergessen, erkennen vnd danebenvnd zum höchsten von vnser vnd uwer aller wegen nit vnderlassen, sonder in frischer gedechtnuß allzyt wir,ir, vnser vnd uwer erben vnd nachkomen, den wir vnd ir solichs hinder vns vnd uch verlassen, in beuelh gebenwollen vnd innerlich bedencken, wie truwlich, hertzlich vnd mit was sorgfalfigkait, mue, arbait vnd höchstemflyß, darlegen vnd strecken eer, lybs vnd guts, vnser trüw landthoffmaister, cantzler, regenten vnd zugeordnetritte gehanndelt haben, das wir, vnser erben vnd nachkommen, ouch ir, uwer erben vnd nachkommen zu guttemnit sollen noch wollen vergessen, sonnder das gegen graue Wolfgangen von Furstemberg, landthoffmaister,maister Gregorien Lampartern, doctor baider rechte, von Byberach burtig, cantzler, die sonnderlich, ongespartaller arbayt, inn diser sach vß getruwer, gutier maynung vns, vnserm namen vnd stamen, ouch uch, landvnd luten zu gut, mer dann truwlich geholfen vnd gehandelt haben, mit sampt vnsem zugeordneten zwelfregenten" ......

h. 1498. Ordnung und Angenommen Regiment des Fürstenthurns Wirtemberg, aufgerichtet durch den

Landhofmeister, geordnete Kanzler und Räthe, auch andere Prälaten etc. und die Landschaft. Darin u. a.„Anfengklich sollen landthofmaister vnd canzler, so vil inen müglich ist, by der canzly gegenwertig sein, derlandthoffmaister mit zwölf gerüsten pferitten vnd der cantzler mit zwayen pferitten im huß" u. s. w. Esfolgen Bestimmungen über die Geschäftsführung des Landhofmeisters 2 ).

a—c und f—h bei Sattler, Geschichte des Herzogthums Würtenberg unter der Regierung der Herzogen,I, Beylagen, S. 15—70; d und e nach den Originalen im Staatsarchiv Luzern mitgetheilt von Dr. Th. v. Liebenau.

1) Graf Heinrich von Furstenberg, königlicher Hofmarschall.

2) Vgl. auch unten Nr. 234 von 1498, Mai 28. Wolfgangs Nachfolger im Landhofmeisteramt war seit1499, Nov. 25., zunächst als sein Verweser, Graf Bernhard von Eberstein. S. Chr. Fr. v. Stalin, Wirtemberg. Gesch.,IV, 52, Anm. 1.