Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

1489-1490.

95

hertzog Sigmund graf Hainrichen Prünlingen für fry aigen ergeben inhalt ains brieffs mit sampt ainem gebotsbrieff an die Prulinger, das si graf Hainrichen sweren solten, die baid verlesen warden. Item crafft der-selbigen sige graff Hainrich gen Prünlingen der massen komen, als sich sinem stat gezimpt, vnd hab si dar-uff die obgemelten aignus vnd geschäft brieff hören lassen, daruff si im mitt willen vnd frolichem gemüt onallen zwang gesworen haben. Wie zimlich der aide gesetzt sige, hat er den öch hören lassen. Item drauffhaben sich die von Prünlingen an ine begebeü, sige also gerüwig ir gnediger herr gewesen on ir vnd meng-clichs intrag bis vff den abtritt. Item vnd wie wol graf Hainrich sich zu Pforren erbotten hab, als die erstenabtretten sind, er wolle inen das Verliesen, das si wider eintretten, so wolle er ainen stain dar vber deckenvnd ir gnediger herr sin, item das hab aber nit wollen verfahen, sunder sy haben ainen aide züsamen ge-sworen irem 2 ) nit in gehorsami zekomen, so lanng biß inen ir will verfolge. Item vnd als der güttlich tagzu Escliingen gewesen sige, hab graf Hainrieh sich der tröwort entschlagen by synem aide, so er der kaiser-lichen magestat gethon hab, daruff geredt sige, es syen grüni wort, dardurch mog sin ere wurd erzürnt vndretde (sie), es wirt so wol numermer gericht, ich wil üwer ettlich draum straffen vnd ir land üch verwysen,ir gelopten mir als billich als anem wis (sie). Item er hab sich ouch erbotten, si sollen wider intretten,wolle er nutz mit inen furnemen dami mit recht vnd vor vnpartheyigem gericht. Es hab sich och graf Wolferbotten, ob si wider eintretten, so solt die straff, ob sy mit recht strauffbar wurden, an im stän, die wolt erder maß ringern, das si inen an iren ein, lib vnd gut zu erlyden were. Das alles hab mit mögen verfachen,sunder si syen verrer mit gemainem raüt abtretten, haben der stat sigel vnd fenlin mit in genomen, och ett-lich die gehorsamen zii inen hinuß geuordert, irm vnzimlichen furnemen statt zetünd. Deßhalb er sim selbs,der stat vnd den armenluten, so dar inn beliben sind, billich die stat ingenomen vnd verhüt habe. So dannder gefangen halb, die haben sich in der pfandschafft also verwirekt, das er, graf Hainrich, in der aignus wederglupt noch aide von inen nemen wolt, sunder sy vmb ir verwurekung vnderstund zu straffen, dann das imvff ain gnedig straff ires hanndels halb vmb hundert gülden abgebetten wurden. Graff Hainrich sige inen ochnie wider gewesen des. So sy vom huß Osterrich gnädig begäbet syen, wa das an in belangt, er hett inendas gütlich veruollgen lassen. Zu dem die von Prünlingen hannd lassen reden, es sige war, si haben graffHainrichen angenomen vnd gebetten vmb schirm, aber vmb das, daz si by im fryhaytten vnd herkommen ge-handthabt vnd nutt, das si der entwert wurden in maß, als yetz bescheen sige. Zürn andern, als die pfand-schafft beswärt sige werden 8 ), dauon haben sy kain wissen gehapt. Vff das dritt, so sige mit inen gehandelt,wie obstat, dardurch si zu dem abtritt gedrengt syen, selbs vor gewalt zesind vnd sunst in kain ander wegwider iren herrn. Hiewider von wegen graff Hainrichs geredt ward, das graff Hainrich den von Prülingennüner gestand, si zu der aids pfiieht getrungen haben, sunder sige das vff den aignuß brieff, deßglich vif ver-hörung niins gnedigisten hern geschafftbrieff von inen mit fryem willen beseeen. Zürn andern, so hab graffHainrich den von Prülingen ye begert dehainerlyay (sie) besward wider ir fryhaiten zetund, sunder wa daswissenthafft an in gelangt wäre, so wolt er si gnedigklich vnd als ir gnediger herr daby gehandtbabt haben.Zürn drytten, der trowung des vbervals sige er gantz vnschuldig, wie dann die entschlahung vff dem tag zuEschingen von im vormals gehört sige.

Die furgehalten mittel zwusehen Purstemberg vnd Prülingen.

Item das erst mittel ist also, das die von Prülingen widerumb ingelassen werden vnd das si grafHainrichen gehorsamm wären in massen, wie vor dem abtritt, er och ir gnediger herre dermassen sin sölt vnddas der abtritt vnd der vfferloffen cost gegen ainander vffgehept vnd verrer diß handeis kain rechtuertigunggeprucht wurde, das aber nit hat mögen verfanngen werden. Dem nach ist diß mittel fürgenomen vnd gesucht,das die von Prülingen wider ingelassen wurden, wie obstatt vnd das vsserhalb rechtens mit inen nütz sölt für-genomen werden vnd das yetzo geredt wurd von ainem gemainen richter ime glichem züsatz, alda die von Prü-lingen graf Hainrichen vmb den abtritt ains rechten, derglich er inen ains widerrechten sin sölt. Das hat graf

gmSMm

MW&A

.:-. n

H

I \l' J

*y££ffl!B

äil&lfiillill