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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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licher gedechtnuss zu denen zitten. so er deß Schlosses halben schrifftlichen vnd inundtlichen ansuchungen anmich thet, in antwort erscheinen lassen, hab doch zu letst an sin gnaden als min gnediger herr souil gesucht,das er mir das zu eigen zugeseit vnd ergeben, vnd das ich hinfüro deß vnbetbedingt blieben solt, da ettlichräth, der ich yetzt nit wissend anders dann herr Truprechts freyherrn zu Stoffen, der vff die zit hoffmeystervnd darbey gewesen, sich auch erfunden vnd durch mich bey allem glauben vnd wie not ist, behalten werdenmag, als euer gnaden vormals zum theil auch wissend gethon, das ich dann darumb kein hrieffliehen scheinvßzogen, ist durch mich in yedtlicher gutter vertrewter meinung vermitten, das ich vif siner gnaden zusagungsouil gehalten vnd darfür gehept, nach dem das bemelt schloss als klain an im selb ze achten, das des nim-mer in anlangungswyse gegen mir noch keim von Fürstenberg mer gedacht solte werden. Sin gnad thet auchderzeit an mich begeren vnd erfordern, die vorstatt zu Löffingen ze empfahen; so melden ir in eüwerm brieffdas dorf; also gab ich sinen gnad do, wie ich yetzt auch gibe, die antwort, das weder vorstatt noch kein dorfda nit noch bey minem verdeneken nie gewesen sige. Desshalb so ist an euer gnaden myn gar fleissig ernst-lich bitt, solliches warlichen berichts nochmals benügen zehand vnd mich vmb das klain guott der gebung (?)euer gnaden vatter loblicher gedechtnuß vnangezogen zelassen; das will ich vmb euer gnaden als williger ver-dienen, dann gar vngern wölt ich vff min frommen gnedigen herren nach sein tode by mindern Worten dannso bey hohem glauben etwas sagen, das nit also, were es jöch vmb bessers dann ein alt husse zebe-halten 1 )".

2 Pap. Cop. des 16. Jahrhdts. „vß den alten schrifften, die meim gnedigen hern graue Heinrich zuFurstenberg etc. anno 1571 gegeben, abcopiert." Donaueschingen.

1) Auf dieselbe Sache bezieht sich ein Schreiben von 1506, Dez. 6. (st. Niclaus tag), worin Wolfgang Grafzu Furstenberg etc. seinen Schwager, Bernhart Grafen zu Eberstein, Statthaltergeneral zu Lutzemburg, auffordert,ihm einen Tag gen Offenburg zu setzen. Er wolle dann dabin kommen und sich so erzeigen, »das beyd myn gnedigeherren marckgraffen (Philips und Cristoff), ouch ir gnaden rat (Kanzler Dr. Jacobus Kriss wird namentlich erwähnt)hevinden sollen, das ich gern ir gnaden lehenman vnd diener sin wolte. Vnd so wir also müntlich vff beyd teyl zu-sammen kemmen, wollen wir baß entlich dann mit geschrifften beschliessen.« Pap. Or. mit Siegelspuren. — Wiespätere Akten zeigen, ist es weder damals noch später von fürstenbergischer Seite zu einer Anerkennung dieser Stückeals badischer Lehen gekommen.

1485, Nov. 15.

57. Hanns von Liechteufels zu Friburg verkauft dem Grafen Wolfgang zu Fürsten-

berg etc. alle seine Güter und Eechte in der Welschenstainach auf Wiederlösung um222 fl. rheinisch. Die Kaufsumme wird bis zum Belauf von 160 fl. zur Tilgung vonSchulden angewiesen und nur 62 fl. erhält der Verkäufer baar. Sollten die Güterwieder eingelöst werden und dann an Dritte zum Verkaufsangebot kommen, so hatFürstenberg das Vorkaufsrecht, weil die Güter in seiner Oberkeit, Herrlichkeit undseinen hohen Gerichten liegen, auch zum Theil von seiner Gnaden Vordem herrühren.Geben vff zinstag nach st. Martins tag 1485.

Die Siegel (grün) des Ausstellers (im Schild r. ein Beil, 1. ein Flug; auf dem gekrönten Helm 2 ge-kreuzte Schwanenrümpfe; hems.........) und seiner Freunde, der festen Hanns Botlieb, Altburgermeisters,