Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

SB

DB, N RME9

3säSSäre5-

14

1482.

Die Siegel (grün in Schüssel) des Grafen Heinrich, des Kirchherrn zu Wolfach (abgeschliffen) und derStadt Wolfach.

Perg. Or. Donaueschingen.

1) Die Bestätigung erfolgte durch eine, obigem Stiftungsbriefe durch das Siegelband verbundene Ur-kunde des Vicars des Bischofs Otto von Costentz, v. 1483, Juni 19. Perg. Or. mit dem Siegel des bischöf-lichen Vicariates (spitzoval, roth in Schüssel; im Siegelfelde sitzender Bischof auf gothischem Chorstuhle; da-runter ein kleiner, unkenntlicher Wappenschild; S. üicartatös, im:, ßtiottis. bei. £t. cmtt«. febis. gra. cpi. touftat..)

2) 1362, Dez. 23. verkaufte Graf Johans von Fürstenberg, Herr zu Wolfach, um seines Seelenheileswillen Unser Frauen Pflegern der Capelle in der Stadt zu Wolfach an der Kingmauer 7 Güter, die je einViertheil eines Lehens, und ein Gut, das S A eines Lehens,die zu dem burgstalle an der Kinzgen sint ge-legen", um 33 U 3\ guter und gäber Strasburger Münze als Eigengüter. Geben an dem nehsten frytage nachst. Thomas tage des zwelfbotten 1362. Das Siegel des Ausstellers fehlt. Perg. Or. Donaueschingen.

3) 1480, Sept. 7. verkauften Lorentz Cratzer, Burger zu Wolfach, und Anna, dessen eheliche Haus-frau, den Pflegern der neuen Pfründe auf Unser lieben Frauen Altar in Unser Frauen Capelle in der StadtWolfach alle ihre Gerechtigkeit auf dem Meyersgut im Happach, das laut des inserirten Briefes des GrafenHeinrich zu Fürstenberg v. 1393 an st. Mawricius tag (sie)") für Cünczen von Eltzach ein Eigengut ist, um76 fl. rinisch. Geben am dornstag Vnser lieben Frowen awbend Natiuitatis 1480. Die Siegel (grün, in Schüs-sel) des Grafen Heinrich zu Fürstenberg, Landgrafen in Bare, der Stadt Wolfach und des Ausstellers (in dem,wie es scheint, von einem Engel gehaltenen Schilde eine Fahne (? Wolfacher Stadtfahne ?); latent? kratj..).Perg. Or. Donaueschingen.

a) Ein Vidimus derselben Urk. v. 1503 nennt dagegen &t. Martins Tag; s. Bd. II, Nr. 556.

m\

1482, Febr. 21. (Donaueschingen).

20. Mathis Meuergalt, Untervogt zu Thunoweschingen, sitzt daselbst öffentlich zu

Gerieht. Vor ihm erscheint der ehrsame, weise Hanns Herman, der Zeit Burgermeisterzu Vilingen, und klagt im Namen des Rathes daselbst gegen Mathis Müller und desseneheliches Weib, die nach Thunoweschingen gezogen und nun schon Jahr und Tagdort seßhaft seien, daher in den dortigen Kelnhof der Stadt Vilingen gehören unddahin laut des Rodels dienen sollen, denn nach dem Tode des festen Junchers Lorentzsei.*) haben der Rath und die Stadt Vilingen diesen Kelnhof kaufsweise an sich ge-bracht. Mathis Müller antwortet, die Müller hätten die Freiheit, dass sie allezeit voneiner Mühle zur andern ziehen dürfen; sonst hätte ihn nicht sein gnädiger Herr, GrafHainrich von Furstenberg, von Wultertingen ohne Irrung hieher ziehen lassen. Ur-theil: er gehöre in den Kelnhof. Ebenso lautet das Urtheil in ähnlichen Klagen desgenannten Burgermeisters gegen verschiedene andere Leibeigene zu Thunoweschingen.Einer, der sich als Leibeigenen seiner gnädigen Frau von Bfichow erklärt, wird ver-urtheilt, binnen eines Monats dessen Kundschaft zu bringen .oder dem Kelnhofe zuverfallen.