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4 Nach 811?
Als ferneres. Mittelglied wäre dann wohl der alamannische Graf Unrüeh zu betrachten, der in derUrkunde des Alamannenherzogs Burkhard für Kloster Zürich am 6. Januar 924 zu Zürich als Zeuge erscheint(Geschichte der Abtei Zürich, Urkundenbuch, in Mittheilungen der Antiquar. Gesellschaft zu Zürich, VIII, 24).Graf Stillfried (a. a. 0. Schlusswort, Nr. 3) hält denselben für identisch mit Unruoch III. , dem ältesten Sohnedes Markgrafen Eberhard von Friaul. Da dieser aber schon 863 seinem Vater in der Markgrafschaft Friaulfolgte und 871 ein langobardisches Heer gegen die Sarazenen befehligte (Andreas Bergam. Mon. Genn. Script.III, 237) wird man dieser Annahme kaum beistimmen können. Eher ist in dem 924 auftretenden Grafen Unruochder Abkömmling eines der alamannischen Grafen Eberhard und Berengar von 888 und vielleicht ein Enkel Un-ruochs III. zu suchen. Die Stammreihe wäre also, soweit sie hier in Betracht kömmt, in dieser Weise darzustellen:
Karl d. Große
Unruoch I., 802—811
Ludwig d. Fromme
Unruoch II. Eberhard, Markgraf von Friaul, f 863, vermählt mit Gisela
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Unruoch III., Markgraf von Friaul, 863—874. Berengar
; Markgraf von Friaul, 874.
Berengar und Eberhard, 888. König von Italien, 894.
: Kaiser, 915.
Unruoch IV. 924.
Egino und Rudolf, die Erbauer der Burg Achalm, c. 1024—1039.
Ob auch die Grafen Peringer und Eburhard im Thurgau, von denen der erstere zwischen941 und 950, der zweite, wahrscheinlich sein Sohn und Nachfolger, /.wischen 957 und 971 urkundlich auftritt(Neugart, Cod. dipl. Alemann. I, 586—616), hieher zu ziehen sind, bleibt zweifelhaft. Die Achalmer erscheinenspäter allerdings im Thurgau begütert, doch könnte dieser Besitz auch erst durch die Gräfin Adelheid vonMümpelgart-Wülflingen an das Geschlecht gekommen sein.
Ebenso kann man' über die Zugehörigkeit einiger anderen Persönlichkeiten zum Hause der Unruochingernur höchst unsichere Verumthungen hegen. Bezüglich des Bischofs Egino von Verona (f 802), eines ge-borenen Alamannen, hat Graf Stillfried (a. a. 0.) eine solche ausgesprochen, die mir jedoch nicht begründetscheint. Denn die Güter, welche Egino an Beichenau vergabte: Tiermendingen (Dürmentingen), Wilare (Weiler,abgegangener Ort bei Dürmentingen), Burgun underm Bussen (Burgau), Tettinhowen (Dietelhofen) (GallusOheims Chronik von Reichenau, herausgegeb. v. Barack, Bibl. d. Lit. Ver. in Stuttgart, LXXXIV, 20) liegenin der Umgebung von Riedlingen und dem Bussen, wo die Unruochinger nicht begütert waren, und verrathenihren Besitzer eher als Angehörigen des alamannischen Herzogshauses der Gotfridinger (vergl., was Stalin,Wirt. Gesch. I, 334, 335 über den Grundbesitz dieses Hauses gesammelt hat). In dem Bischof Eginovon Constanz (781—811 nach Garns, Series episcoporum, 271) darf man, wie bereits Neugart (Episcop.Constant. I, 85) und Meyer von Knonau (Mittheilungen zur vaterländ. Gesch. herausgegeben vom histor.Verein in St. Gallen, XIII, 15, Anmerk. 36) ausgesprochen haben, nach der Art seiner Erwähnung inUrkunden einen Alamannen aus sehr vornehmem Hause vermuthen und daran kann sich die weitere Ver-muthung seiner Zugehörigkeit zu den Unruochingem knüpfen. Bei Liutold, der 843 und 861 als Graffür den Scherragau erwähnt wird (Wartmann, Urkundenbuch der Abtei St. Gallen, Nr. 386 und 485) weistder Name auf die Achalmer, der Amtsbezirk wieder auf die Zollem. Wahrscheinlich derselbe Liutold ist es,der in Berslingen und Merishausen an der Ostseite des Randen, dort eine Hufe, hier einen Theil der Kirche an
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