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1 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Achalm, Urach und Fürstenberg bis zum Jahre 1299
Entstehung
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NACHTRÄGE UND BERICHTIGUNGEN.

Zu Nr. 1, Anmerk. 2. Auch Dekan Hermann Bauer hat, wie ich erst nach Drucklegung des erstenBogens ersehe, in seiner Denkschrift: Abstammung und Ursprung des Wirtembergischen Fürstenhauses (Wirtern-bergisch Franken, VII, 399) bereits die Frage aufgeworfen, ob nicht der Ahnherr der Achalmer in dem zurZeit Karl des Großen lebenden Grafen Unruoch zu suchen sei. Wenn jedoch Bauer Unruoch einen Sohn des799 in Liburnien gefallenen Markgrafen Erich von Friaul, des Avarensiegers, nennt, so bieten die Quellen füreine, solche Annahme keinen Anhalt. Auch kann ich Bauers Vermuthung nicht beistimmen, dass jener reich-begüterte Graf Budolf, der 861 in Gemeinschaft mit seinem Sohne Erich das Kloster Wisontessteiga, Wisen-steig, stiftete (s. den nur aus Copien des 16. und 17. Jahrhdts. bekannten Stiftungsbrief im Wirteniberg. Ur-kundenbuch, I, 159) ein Enkel Unruonhs I. sei und dass von ihm die Grafen von Achalm-Urach abstammen.Als Stützen dieser Auffassung könnten nur der im achalmischen Hause übliche Name Eudolf und etwa derUmstand dienen, dass Graf Eudolf die Stiftung vollziehtpro augmento precum serenissimi domini mei regisHludowici", was auf engere Beziehungen desselben zu dem Karolingerhause deutet. Aus dem Namen des SohnesErich darf kein Schluss gezogen werden, da die Voraussetzung, dass Unruoch I. der Sohn des MarkgrafenErich von Friaul war, nicht als zatreffend betrachtet werden kann. (Auch sah sich schon Gabelkofer zu derFrage veranlasst, ob nicht in Erich eine Corruption des Copisten aus Ulrich vorliege). Allerdings ist ein EnkelUnruochs bekannt, der den Namen Budolf führte, der vierte Sohn Eberhards I. ; in ihm kann jedoch der Stiftervon Wisensteig nicht gesucht werden, da er Abt von Cisoing war und schon vordem, wie es scheint, seinenWohnsitz in- Westfranken hatte, wie denn ausser Balingen sämmtliche alamannischen Besitzungen Eberhardslaut dessen Testamentes auf seinen erstgebornen Sohn Unruoch II. übergingen. Von den Gütern, mit welchenGraf Budolf Stil Wisensteig ausstattete, liegen die zum Neekargau gehörigen, Nabern, Bissingen, Weilheim,Neidlingen, hart an der östlichen Grenze der später als achalmisch bekannten Lande, auch ihre zu den GauenFilsgau, Pleonungethal und Flingau gehörige Hauptmasse liegt in der Nachbarschaft, kein einziges Gut aberinmitten der achalmischen Besitzungen. Diese Lage" der Güter weist vielmehr auf die Grafen von Helfensteinals auf die Achalmer, und Kerler (Geschichte der Grafen von Helfenstein, 2 flgd.) betrachtet in der That denGrafen Rudolf von 861 als deren Stammvater, eine Hypothese, deren Richtigkeit hier nicht zu prüfen ist.Weiter könnte man die Hypothese aufstellen, dass die Grafen von Helfenstein und Achalm aus gemeinsamerWurzel stammen; aber die dafür sich bietenden Stützen sind doch zu schwach, um ihr Bedeutung zu ge-wilhren.

Zu Nr. 13 ist als Anmerkung 3) zu fügen: Was die HistoriaNovientens. monasterii (Böhmer, Fontes,III, 14, 15) von Bischof Wemher von Strassburg, dem Nachfolger Hezels, also Wernher von Achalm berichtet,ist, wie bereits v. Giesebrecht, Kaiserzeit, IL (4. Aufl.), 633, bemerkt, nicht auf diesen, sondern auf den 1028in Konstantinopel verstorbenen Bischof Wemher I. von Strassburg zu beziehen.