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(Nach 811?) Nov. 18.Der Stammvater Unruoch.
Das Zwiefaltner Necrologium A enthält auf fol. 206 unter 14. kal. Dec. denEintrag: Vnroch, von der ältesten dort vertretenen Hand, die dem Ausgange des 11. oderBeginne des 12. Jahrhunderts angehört.
Das Zwiefaltner Necrologium B enthält auf fol. 34 unter 14. kal. Dec. denEintrag: Vnrvch; darüber verweist ein Zeichen auf den am Rande befindlichen Zusatz:proauus Liutoldi comitis; beides von einer Hand von c. 1200 *) 2 ).
1) Beide Zwiefaltner Neurologien bewahrt die kgl. Bibliothek in Stuttgart. Das altere, in demSammelbande Perg. Mspt. Theol. Q°. Nr. 141 enthalten, hier und im folgenden als Necrolog A bezeichnet,nauss gleich nach der Begründung des Klosters angelegt worden sein, denn die ältesten Eintrüge rühren voneiner Hand, die dem Ausgange des 11. oder Beginne des 12. Jahrhunderts angehört. Dieses Necrolog wurdefortgeführt bis ins 17. Jahrhundert. Die älteren Einträge desselben liegen dem hier und im folgenden alsNecrolog B bezeichneten Perg. Mspt. Hist. Fol. 420 zu Grunde, welches Hess in seinen Monumenta Guelfica,p. 234 ftgd. veröffentlicht hat und welches nach dessen Angabe „saeculo 12. scribi coeptum est, at transscriptumet continuatum saeculo 13. a Eeinhardo de Munderchingen, prima vice abbate facto anno 1232." Man darfunbedenklich den Abt Bernhard von Munderkingen, der nach den Zwiefaltner Annalen 1232—1234 und dannnochmal 1251—1253 regierte, als Verfasser und Gopisten der ältesten Einträge dieses Necrologs betrachten,denn fol. 1' zeigt in ganzen Figuren neben dem Porträte des Wemhervs pictor, der den mit Arabesken undFiguren geschmückten architektonischen Bahmen zeichnete, das des Beinhardvs Mvndrich., der gleich demersteren eine Feder in der Hand hält. Wahrscheinlich hat aber Bernhard dieses Werk noch vor seiner Erhe-bung zum Abte begonnen, da sonst dieser Titel über seinem Porträte kaum fehlen würde. Die Hand derältesten Einträge weist auf den Beginn des 13. Jahrhunderts. Eeinhard, der also die Einträge aus A in Bherübernahm, hat zu einigen derselben Zusätze gemacht, besonders solche, die wie der obige zur genauerenBezeichnung der Persönlichkeiten dienen sollen. Soweit sich dieselben auf die Familie der Klostergründer, derGrafen von Achahn und ihrer Ahnen beziehen, scheinen sie allen Glauben zu verdienen; sie finden zuweilendurch die Angaben der Zwiefaltner Chronisten Ortlieb und Berthold Bestätigung, können jedoch, wenigstensnicht ausschließlich, auf diesen beruhen, sondern deuten auf Klostertraditionen oder auf ältere Aufzeichnungen,die uns nicht mehr vorliegen.
2) Proavus ist hier, wie bereits Stalin (Wirt. Gesch. I, 564) bemerkt hat, nicht in der engeren Be-deutung sondern allgemein als Vorfahr, Urahn aufzufassen. Wenn man unter dieser Voraussetzung von derobigen Stelle als Stützpunkt ausgehend den Versuch macht, den Stammbaum des achalmischen Hauses bis injene Zeiten zu verfolgen, in denen der Mangel der Familiennamen wie die Dürftigkeit der Überlieferung jedegenealogische Kenntniss aufs höchste erschweren, se tritt eine Muthmaßung in den Vordergrund, die sich aufzu gewichtige Gründe stützi, als dass sie verschwiegen werden dürfte. Der Name Unruoch begegnet uns näm-
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