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1 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Achalm, Urach und Fürstenberg bis zum Jahre 1299
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VORWORT.

Siegel schrift stets anzunehmen, äass sie Umschrift, nicht Aufschrift ist, undvon einer ohne iveitere Bemerkung beschriebenen Wappenfigur, dass sie imdreieckigen geschweiften Schilde ohne Helm und Kleinod und dieser im rundenSiegelfelde steht. Bas Siegelf eld hat überhaupt, wo nichts ander es bemerkt ist,die Form des Siegels. Besonders erwähnt sind dagegen die in diesem Zeiträume ungewöhn-licheren Fälle: dass Schrift im Siegelfelde steht, d. h. Aufschrift ist; dass der Schild zugleich dasSiegelfeld bildet; dass die Wappenfiguren ohne Schild unmittelbar im Siegelfelde oder dass derHelm statt des Schildes oder mit dem Schilde im Siegelfclde steht oder dass die Form des Siegel-feldes mit dem Siegel nicht übereinstimmt u. a.

Im 15. Jahrhundert zeigen die Siegel des schwäbischen hohen und .niederen Adels nicht mehrjene einheitliche Mode, durch ivelche sich der vorhergehende Zeitraum auszeichnet. Bie Schüsselformder Siegel nimmt überhand, neben den ungefärbten treten gefärbte und zivar fast stets dunkelgrüneSiegel, neben der dreieckig - geschweiften treten die halbovale oder mannigfach abweichende Schild-formen hervor. Innerhalb oder auch an Stelle des Siegelfeldes wird das Wappen nun häufig ineinen architektonischen Bahnen, Breipass, Vierpass oder dergl. gesetzt. Bie Anbringung von Helmmit ivehenden Becken und Kleinod auf dem Schilde wird gewöhnlich. Bie Umschrift, oft von Schildtnd Kleinod oder einem derselben unterbrochen, steht häufig auf einem oder mehreren fliegendenBändern. Bie Mündung der Siegel und ihre Befestigung an Pergamentstreifen aber bleibt beibe-halten, auch erscheinen edle jene Formen, welche ich für das 14. Jahrhundert als die regelmäßigenbezeichnete, auch im 15. noch so häufig, dass es angemessen sein wird dieselben auch bei den Siegel-beschreibitngen dieser Periode durch Schweigen'als selbstverständlich vorauszusetzen.

Ist ein in Bonaueschingen aufbewahrtes Siegel nicht beschrieben, so ist anzunehmen, dasses sich von dem zidetzt beschriebenen desselben Inhabers nicht oder doch nicht wesentlich unter-scheidet. Auch ivenn in Siegeln derselben Familie nichts als der Vorname in der Umschrift ge-ändert ist, ist die Beschreibung nicht immer wiederholt.

Von den im Text einer regestirten Urkunde enthaltenen Siegelanzeigen- sind die im sonstigenText etwa nicht erivälinten Namen und Titel der Inhaber ivie alle iveiteren Beachtung verdienendenAngaben der Kürze halber zu den Siegelbeschreibungen gezogen. Eben aus der Siegelformel der Urkunde sind auch die Inhaber der als fehlend bezeichneten Siegel entnommen. &

Jiegisier. Um viele Wiederholungen zu vermeiden, ist die Bestimmung der Ortsnamen dem Register

überiviesen; nur tvo ein solcher eine, über die Angabe der modernen Namensform und der TageMnausgreif&nüe Bemerkung veranlasste, ist schon dem Texte eine erläuternde Anmerkung beigefügt.

Bonaueschingen, im Frühjahr 1876.

S. R.

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