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1 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Achalm, Urach und Fürstenberg bis zum Jahre 1299
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VORWORT.

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Eine besondere Bemerkung beanspruchen' die Zeichen für die Biphthongisirung und denUmlaut in den Urkunden deidscher Sprache. Soiveit sich dieselben deutlich als übergeschriebene a,e, i, o, u oder v erkennen lassen, sind sie durch diese Buchstaben wiedergegeben. Bass diese Zeichenwenigstens im 13. und 14. Jahrhundert nicht ivilllcürlich gebraucht sind, erkennt man am besten ausder heutigen Mundart der schiväbischen Gegenden, denen die Mehrzahl der hier veröffentlichten Ur-kunden angehört. Kaum wird ein anderer BialekfadÄß mittelhochdeutsche Vocalisirung in so vielenFällen getreu festgehalten haben icie dieser. Noch heute werden, um einige Beispiele herauszugreifen,die Worte: weri (wäre), greif (Graf), nach (nach), so gesprochen, dass man die Richtigkeit der altenSchreibweise bestätigt findet. Freilich darf man den übergeschriebenen Umlauter nicht immer alsgleichwerthig mit dem Urvocal oder beide zusammen als reinen Biphthongen aussprechen, in denmeisten Fällen klingt vielmehr der übergeschriebene Laut nur leise trübend nach. Unser Umlaitt-zeichen " ist bekanntlich aus dem übergeschriebenen " entstanden und hat mit diesem völlig gleichenWerth. Als allgemein verständliches Zeichen des umlautenden e habe ich es beibehalten, tco es von derVorlage deutlich geboten ist und in der That für das umlautende e steht. Benseiben Ursprung und

dieselbe Bedeutung haben die zwei schräg aufsteigenden, zuweilen auch wagerechten Funkte ( ----- ),

welche ich entiveder mit übergeschriebenem e oder mit " wiedergegeben habe.

Ausser diesen bestimmteren Zeichen des Umlautes aber habe ich ein allgemeineres nöthiggefunden, das ich in edlen den Fällen anwende, wo in der Vorlage ein bald strich- bald deich- baldhackenförmiges oder auch ein dem Buchstaben i gleichendes Zeichen gebraucht ist, dessen Form nichtmit de.m umlautenden Vocal zusammenhängt. Genaue Kenntniss der Sprache würde zwar gestattendiesen Zeichen den entsprechenden Umlauter unterzuschieben; ein allgemeineres Zeichen aber hat dendoppelten Vortheil, dass es einerseits den Herausgeber sicher vor Fehlgriffen beivahrt, anderseits dieUnbestimmtheit der Vorlage auch durch ein unbestimmtes Zeichen tviedergibt. Bin drittes Verfahren,das der Herausgeber gegenüber den unbestimmteren Umlautzeichen beobachten könnte, wäre die genaueWiedergabe jecles einzelnen durch besondere Typen; aber bei ihrer großen Mannigfaltigkeit ivürdedieß mit Schwierigkeiten und Kosten verbunden sein, welche mir durch das Ergebniss nicht aufge-wogen scheinen. Auch haben die Zeichen " und A in der heutigen Schreibiveise eine allgemein giltigeBedeutung erlangt, indem das erste zur Bezeichnung des Umlauters e, das zweite zur Bezeichnungder Länge verwendet wird; ihre Beibehaltung würde sich also, wenn nicht Missverständnisse ent-stehen sollen, in allen den Fällen doch verbieten, wo sie von den mittelalterlichen Schreibern nicht indiesem Sinne gebraucht sind. Auch Weizsäcker, auf dessen lehrreiche Bemerkungen über die'Wieder-gabe der Texte (Beutsche Iieichstagsacten, Vorivort zum 1. Bande) ich hier überhaupt verweise, hatanerkannt, dass die Einführung eines allgemeinen Umlautzeichens ivünschenswerth icäre (a. a. 0.S. LXXVJ). Lch habe dafür, wic%ereits hie und da von Herausgebern geschehen, das Zeichen ' gebraucht.

ä kann demnach u oder l't,

e e oder ei,

6 o oder o,

ü und v u oder i'i bedeuten,

i nähert sich dem ei.Basselbe Zeichen ' ist auch an Stelle der zwei Striche " oder Funkte ' ' in der Vorlage gebraucht,wenn diese, wie besonders im 15. und 16. Jahrhundert missbrunehlich öfters eintritt, nicht ein über-

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