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Jer^s aw/" Papier geschriebene (13 beschriebene Blätter in 4.), jetzt arg beschädigte Chronikvon dem 1685 verstorbenen Äbte Johann Franz Scherer von St. Georgen verfasst und einem Grafenvon Fürstenberg überreicht worden sein. Zum überivieg enden Theile liegen ihr bekannte und mittler-weile veröffentlichte, von der Chronik jedoch nirgend genannte Quellen zu Grunde, vornehmlich die vonBader in der Zeitschrift f. Gesch. des Oberrheins, IX, 193 flgd. herausgegebene Notitia fundationis desKlosters St. Georgen, die Anndien von St. Georgen und Marbach, die Chroniken der ZiviefaltnerMönche Ortlieb und Berthold, die im IV. Bande von Mone's Quellensammlung zur badischen Landes-geschichte veröffentlichte Vita Hugonis Tennenbacensis und manche Urkunden, besonders des KlostersSt. Georgen. Abgesehen von einigen augenscheinlichen Fabeleien aus den älteren Jahrhundertenund von der Verwechselung der auf dem Fürstenberge bei Bottenburg am Neckar ansässigen Herrenvon First oder Fürst mit den Grafen von Fürstenberg eriveisen sich die Angaben der Chronik, so-weit sie sich an den bekannten Quellen prüfen lassen, meist als zuverläßig. In unserer Sammlungsind aus ihr nur solche Angaben berücksichtigt, deren Quelle verloren ist oder sich doch nicht nach-weisen ließ. Dieselben zeigten sich nicht so zahlreich, dass es passend geivesen wäre zu Gunstenihrer zusammenhängenden Veröffentlichung von der chronologischen Anordnung dieser Sammlung ab-zugehen.
So manches Stück, das für diese Sammlung von Wcrth geivesen tväre, ließ sich nicht auf-
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■finden und musste hier nach Ueberlieferung aus zweiter oder dritter Hand erwähnt werden. Soum» sind durch die St. Georger Jahrbücher im Karlsruher Archive, durch Förster und Herbster, deren
Material.
handschriftliche Begesten des markgräflich badischen Hauses die Karlsruher Hofbibliothek bewahrt,insbesondere aber durch die Excerpte der unermüdlichen Gabelkofer, Vater und Sohn, im Stuttgarterund (abschriftlich) im Donaueschinger Archive viele Nachrichten überliefert, deren urkundliche Grund-lagen entweder zerstört oder doch unauffindbar sind. Aus dem Archive der Villinger Minoriten hatnoch der ungenannte, in dem Bath Lucius vermuthete Verfasser des Berichtes vom Adel in Teutschland(Frankfurt a. M, 1721) Urkunden veröffentlicht; auch das Donaueschinger Archiv beivahrt von dortentnommene Copien des vorigen Jahrhunderts. Heute ist dieses Klosterarchiv nicht mehr aufzufinden;es ist weder in das fürstliche Archiv zu Donaueschingen noch in das Villinger Stadtarchiv überge-gangen; in Karlsruhe, Colmar, Innsbruck und Wien habe ich vergeblich danach gefragt. FinigeUrkunden, die noch im vorigen oder selbst in diesem Jahrhundert im Karlsruher Archive benütztivorden waren, musste ich ivegen Unauffindbarkeit der Originale nach Copien von nicht immer zweifel-loser Authcnticität oder nach älteren Drucken mittheilen. Die Originalien des reichen Salemer Archiveskonnte ich nicht benutzen, da sie bei meiner Anwesenheit in Karlsruhe noch nicht geordnet ivaren.
Anderes ist zerstört, ohne dass sich nur eine Notiz darüber erhalten hätte. So sollen imPaidancrkloster Tannheim dessen alte Schriften vor dem Ende des 17. Jahrhunderts durch Feuerserstört ivorden sein, so führt man den Verlust aller alten Documente der Stadt Geisingen auf einenBrand im 16. oder 17. Jahrhundert, den Verlust vieler Urkunden der Stadt Haslach auf die Feuers-brunst von 1704 zurück. Das Archiv der Stadt Fürstenberg fand, wie es scheint, nicht erst durchden Brand der Stadt am 18. Juli 1841, sondern schon bei deren Einnahme durch die Schiveden imdreissigjährigen Kriege den Untergang. Ein Brand, dem 1726 die Hälfte der Stadt Trochtelfingenzum Opfer fiel, hat, wie es scheint, auch die meisten Urkunden der Herrschaft Trochtelfingen zerstört.Bei so vielen Verlusten kömmt es der Geschichte des Hauses und Landes um so mehr zu statten,
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