VORWORT.
IX
Aufzeich-nungen
Gleichzeitige, der fürstenbergischen Geschichte besonders gewidmete chronikalische Aufaeich"füriten-nimgen liegen für den Zeitraum bis 1400, den das bereits druclcfertig bearbeitete Material umfasst,
ber-
fchreiber noc ^ mc ^£ vor, tvohl aber für das 15. und 16. Jahrhundert. Von 1447 beginnend, in welchem Jahre
Schreiberzur
iilZge-er in den Dienst des Grafen Heinrich VL von Fürstenberg-Wolfach trat, trug Michel Schryber in
schichte.
einem Kinzigthaler Rechnungsbuche eine gedrängte Darstellung der Thaten seines Herrn ein. MichelsNachfolger, Andres Kotz von Horb, der 1481 in den Dienst des Grafen Heinrich VI. und nachdessen Tode in den des Grafen Wolfgang trat, und andere fürstenbergische Schreiber setzten dieAufzeichnungen über merkwürdige Vorgänge der fürstenbergischen Hausgeschichte theils in einem1493 angelegten Kinzigthaler Lagerbuche, theils auf besonderen Blättern im ausgehenden 15. und im16. Jahrhundert fort, wobei sie sich freilich meist auf Geburts-, Heiraths- und Todesdaten beschränkten.Nach einer Copie der Uffenbachischen Bibliothek bereits in Köhlers wöchentlicher historischer Münz-belustigung (22. Stück vom 31. Mai 1730), jedoch unvollständig und fehlerhaft gedruckt, werden dieseAufzeichnungen in einem der folgenden Bände unserer Sammlung nach den Originalschriften voll- •ständig zur Veröffentlichung gelangen. Zum weitaus übenviegenden Theile bieten dieselben völliggleichzeitige Nachrichten und soioeit dürfen sie fast durchweg Glaubwürdigkeit beanspruchen; in denwenigen genealogischen Notizen jedoch, mit denen Andres Kötz auf das 14. und die erste Hälfte des15. Jahrhunderts zurückgriff, lassen sich mehr Irrthümer als Wahrheiten nachweisen.Fürsten- Einige eigenthümliche Nachrichten gewährt eine fürstenbergische Chronik des 17. Jahrlmnderts
chronikim Donaucschinger Archive, die als die einzige, aus ungedruckten Quellen geschöpfte, der Gc-humter'ts'schichte des Dauses Fürstenberg geividmete chronikalische Aufzeichnung von etivas größerem Um-fange hier umsomehr eine kurze Besprechung verdient, als sie in Mone's Quellcnsammlung nichtberührt wird. Der vollständige Titel dieser in unserer Sammlung als „Fürstenbergische Chronikdes 17. Jahrhunderts im fürstl. fürstenbergischen Archiv" angeführten Aufzeichnungen lautet:„Gottselige Gedechtnuss der Hochgebornen Graffen von Fürstenberg; Heiligenberg, . Vrach vnndFreyburg etc." Fickler und andere Forscher citiren sie als „Friedenweiler gottseliges Gedächtniß".Ihre Beziehung zum Kloster Friedeniveiler beschränkt sich jedoch darauf, ' dass sie einige Nach-richten über dasselbe geben, und dass gerade eine solche die Chronik eröffnet, hat ivohl denAnlass zu dieser ungegründeten Benennung geboten. Nach einer im Jahre 1809 von P. Spcgeleertheilten Auskunft- soll die bis zum Jahre 1460 reichende, von einer Hand des' 17. Jalirhun-
ces an ar chiv enthält: II, 1, Both v. Schreckenstein, Die Einfährung des Interims im Kinzigthale; dazu S. 211Urlcundennachtrag v. Franclc; IV, 135, Hansjacob, Das Kapuzinerkloster zu Haslach im Kinzigthal; VI, 1, Franc!:,Zur Geschichteter Benedictinerabtei und der Bcichstadt Gengenbach (1525—1539); X, 97, Baumann, Zur schieäbischenBeformations geschickte; Urkunden und Begesten aus dem f. f. Hauptarchice. Die neueren Schriften des Vereinsfür Geschichte und Naturgeschichte der Baar enthalten im IL Hefte: Biezler, Geschichte von Donaueschin-gen; die Zeitschrift f. Geschichte des Oberrheins, im VIII. und flgd. Bänden: Bader, Urkunden und liegestezur Geschichte der Stadt Villingen; XV, 426, Mone, Stadtordnung v. Hüflngen; XXV u. XXVI, Biezler, Urkundendes Klosters Mariahof bei Neidingen. Von der G c schichte Villin gens handeln: Vetter, Villingen am Schwarz-wald die älteste Zähringerstadt, 1860, und drei Beiträge zur Geschichte der Stadt Villingen von dem ungenannten Ver-fasser N. Schleicher, Professw in Vülingcn: Beitrag zur Geschichte der Stadt Villingen mit besonderer Beziehung aufdie Wasserbelagerung im Jahr 1634, 1854; Villingen unter den Grafen von Fürstenberg und der Loskauf der Stadtvon dieser Herrschaft, 1872; Die frühere Bathsverfassung der Stadt Villingen und der Kampf der Schnabuliner, 3Ior-diner und Finkenreiter um das Stadtregiment, 1873.
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